GW Mendig – JSG Bannberscheid/Bad Ems…………27 : 26 (16:14)

Turbulente Schlussphase in Mendig – JSG verpasst ersten Auswärtspunkt um Haaresbreite  –  Am ersten Sonntag nach Ostern ging es für die A-Jugend-Handballer der JSG Bannberscheid/ Bad Ems zum ersten von zwei aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen bei Grün-Weiß Mendig. Die von den Mendiger Verantwortlichen herbeigeführte Terminkollision sorgte dafür, dass man mit lediglich zwei Auswechselspielern zu dieser Bezirksligapartie in die Eifel reisen musste, während die Dritte der HSG Bad Ems/Bannberscheid mit nur einem Auswechselspieler zeitgleich gegen den Tabellenzweiten aus Sinzig in Siershahn antrat. Umso motivierter gingen die Jungs von Trainer Marcel Driesch ins Spiel und führten nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand (4.) mit 3:2 (7.) und 4:3 (9.). Den Gastgebern gelang zwar immer wieder der Ausgleich, doch auch beim Stand von 7:6 (13.) bzw. 8:7 (16.) hatten die Kombinierten von Lahn und Westerwald die Nase vorn. Nun machten sich die geringen Wechselmöglichkeiten, gerade auf den zentralen Positionen im Defensivverbund bemerkbar: In den letzten zehn Minuten vor der Pause schlichen sich Unkonzentriertheiten in der Abwehr ein, die den Gastgebern ermöglichten, den Spieß bis zur Pause über 11:11 (22.) und 14:11 (26.) auf 16:14 (30.) herumzudrehen.

Auch im zweiten Durchgang zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild. Zusätzlich zur phasenweise löchrigen Defensive kamen nun noch die obligatorischen Schwächen im Abschluss, sodass die Mendiger mit dem Treffer zum 20:15 (35.) erstmals auf fünf Treffer davon ziehen konnten. Marcel Driesch reagierte und stellte die Abwehr auf eine defensivere 6:0-Formation um, um die Gastgeber zu Würfen aus der Distanz zu zwingen, mit Erfolg. Die Versuche aus dem Rückraum wurden allzu oft eine sichere Beute des nun immer stärker werdenden Leon Kamp im JSG-Tor, sodass der Abstand über 22:19 (47.) und 25:23 (52.) verringert werden konnte. Nun begann eine turbulente Schlussphase, in der die JSG-Truppe unermüdlich um den hochverdienten Ausgleich kämpfte. Auch von einem erneuten Drei-Tore-Rückstand (27:24, 57.) ließ man sich nicht beirren, und so bekam man nach dem Anschluss zum 27:26 (59.) in den letzten Sekunden des Spiels nochmals die Möglichkeit, den lang ersehnten Ausgleich zu erzielen. Dieser gelang auch, nach Anspiel zu Jannik Korbach am Kreis setzte sich dieser durch und erzielte regelwidrig angegangen das Tor zum vermeintlichen 27:27. Der Schiedrichter jedoch verlor den Vorteilsgedanken aus den Augen und entschied überschnell auf Siebenmeter. Nun kam es, wie es kommen musste: Beim Stand von 27:26 vergab die JSG den Siebenmeterwurf als letzte Aktion des Spiels, es blieb bei der hauchdünnen Auswärtsniederlage.

„Das war für uns alle absolut unverständlich. Jannik stand bei seinem Torerfolg während des Fouls nicht im Kreis, was dann logischerweise Siebenmeter statt Tor bedeutet hätte, das bestätigte auch der Schiedsrichter nach dem Spiel. Wieso er dennoch nicht auf Vorteil entschied, sondern den Strafwurf gab, bleibt wohl sein Geheimnis. Nach all dem Trubel zeigte unser Schütze schließlich Nerven und vergab“, bewertete Marcel Driesch die am Ende entscheidende Szene kritisch. „Dennoch haben die Jungs wiedermal ein gutes Spiel gezeigt. Die Umstellung auf eine defensivere Abwehr trug Früchte, in der zweiten Halbzeit spielte sich vor allem Nils Hemmerich mit seinen am Ende neun Toren in den Vordergrund. Leider haben wir es einmal mehr versäumt, uns für den couragierten Auftritt zu belohnen.“

Die nächste und letzte Chance dazu bietet sich den Kombinierten kurioserweise an selber Stelle am Samstag, 21.04., wenn es ab 16:30 Uhr im letzten Saisonspiel erneut gegen GW Mendig geht. „Dort täten zwei Punkte zum Abschluss nochmals gut“, weiß Driesch. (dl/rh)

JSG Bannberscheid/Bad Ems: Leon Kamp – Simon Hoffmann (1), Jannik Korbach (3), Luca Philippi (1), Elias Wohkittel (3), Andreas Berges (7/1), Nils Hemmerich (9/1), Nils Balsys (2) und Jonathan Waldorf. – Siebenmeter: 2/1 : 4/2 – Zeitstrafen: 4:1.