TV Arzheim – TuS Bannberscheid II … 31 : 23 (19:8)

Landesliga/Männer

Mit einem Minikader reisten die Landesliga-Handballer des TuS Bannberscheid zum Tabellendritten TV Arzheim, zeigten Moral und wendeten trotz der letztlich deutlichen 31:23 (19.8)-Niederlage noch ein Debakel ab. Bereits im Vorfeld der Partie hatte der TuS einige Probleme zu bewältigen: Tom Bader fehlte krankheitsbedingt, und einige der etatmäßigen Spieler der Zweiten konnten in den letzten Wochen aus beruflichen Gründen nicht trainieren. So war es nicht möglich, verschiedene Deckungsvarianten in der Abwehr einzustudieren, um sich optimal auf das Spiel gegen die Koblenzer Vorstädter vorbereiten zu können.

In der Anfangsphase der Begegnung hielt man auch gut mit, obwohl der TV super eingestellt war und mit enormem Tempo loslegte. Bis zum 2:2 blieb die Partie offen, doch dann versiebte Bannberscheid acht klare Chancen und verlor fünfmal den Ball in der Vorwärtsbewegung, was umgehend von den Gastgebern durch Tempogegenstöße bestraft wurde. Über 10:6 und 14:7 resultierte daraus das schon vor entscheidende 19:8 zur Pause. TuS-Trainer Jörg Pilgenröther machte seinen Leuten in der Halbzeit klar, dass das Ergebnis bei konzentrierterer Chancenverwertung deutlich besser hätte aussehen können und man sich hier nicht „abschlachten“ lassen wolle.

Mit veränderter Angriffsformation und einer besseren Abwehrarbeit kam man aus der Kabine, und diese Maßnahme zeigte Wirkung, denn der Gastgeber schien das Spiel bereits abgehakt zu haben und war nicht mehr voll konzentriert. Tor um Tor kämpfte sich Bannberscheid ins Spiel zurück und entschied die zweite Halbzeit mit 15:12 Toren für sich. Die Aufholjagd hatte jedoch zu viel Kraft gekostet, und am Ende setzte sich Arzheim verdient mit 31:23 durch. Trainer Pilgenröther: „Mit der Einstellung der zweiten Halbzeit kann ich leben. Mit nur 8 Spielern so eine Moral zu zeigen, ist schon klasse. Besonders die Laufarbeit der Jungs hat mich beeindruckt und mal wieder gezeigt, dass man sich nie aufgeben sollte.“

TuS Bannberscheid II: David Pilgenröther (Tor) – Daniel Gramig (4), Christian Hehl (9), Philipp Pilgenröther (6), Jannik Scheid (2), Michael Hehl, Jann Keil (1), Alexander Hering (1) und Betreuerin Jasmin Heibel. (jp/rh)