Landesliga/Männer
Miserable Chancenverwertung kostet TuS-Reserve den Sieg. WIRGES. Zwar unterlag die Bannberscheider Reserve in der Handball-Landesliga dem TuS Kaisersesch mit 27:32 (10:16) Toren, zeigte aber auch Moral und wendete ein Debakel ab. Bereits im Vorfeld der Partie hatte der Gastgeber einige Probleme zu bewältigen: Jannik Scheid und Tom Bader fehlten krankheitsbedingt und keiner der etatmäßigen Spieler konnte in der Woche aus beruflichen Gründen trainieren. So war es nicht möglich, verschiedene Deckungsvarianten in der Abwehr einzustudieren, und daher entschied sich Bannberscheids Trainer Jörg Pilgenröther zu Beginn für eine defensive 6:0-Variante. In der Anfangsphase hielt man auch gut mit, obwohl Kaisersesch super eingestellt war und mit enormem Tempo loslegte. Bis zum 3:4 blieb die Partie offen. Doch dann versiebten die Gastgeber fünf klare Chancen und verloren dreimal den Ball in der Vorwärtsbewegung, was von den Gästen aus der Eifel umgehend durch Tempogegenstöße bestraft wurde. Sie setzten sich jetzt über 6:10 und 8:13 ab und sorgten bereits zur Pause für einen vorentscheidenden 10:16-Rückstand der Westerwälder. Kaisersesch war in dieser Phase im Rausch, während Bannberscheid durch die physische Präsenz der Gäste verunsichert wirkte. Mit enormem Tempo zogen die körperlich überlegenen Eifelaner immer wieder ihre zweite Welle auf und waren nicht zu stoppen.
In der Halbzeit machte der Bannberscheider Trainer seinen Leuten klar, dass das Ergebnis bei konzentrierter Chancenverwertung auch deutlich besser hätte aussehen können. Mit veränderter Angriffsformation und einer offensiveren Deckung kam man nun aus der Kabine, und diese Maßnahme zeigte gleich Wirkung. Die Gäste schienen das Spiel bereits abgehakt zu haben und waren nicht mehr voll konzentriert. Tor um Tor kämpfte sich Bannberscheid heran. Beim 26:29 vier Minuten vor Schluss keimte bei den Gastgebern noch einmal Hoffnung auf, doch die Aufholjagd hatte zu viel Kraft gekostet, und am Ende setzte sich Kaisersesch verdient mit 27:32 durch. „Mit der Einstellung der zweiten Halbzeit hat mein Team Moral bewiesen und mal wieder gezeigt, dass man sich nie aufgeben sollte“, meinte der Bannberscheider Coach Jörg Pilgenröther.
Es spielten für den TuS Bannberscheid II: David Pilgenröther (Tor) – Daniel Gramig (4), Christian Hehl (3), Philipp Pilgenröther, Michael Hehl (7), Daniel Hundhammer (7), Jann Keil (4), Max Weidenfeller, Alexander Hering (1) und Lukas Gläßer (1); Betreuerin des Teams: Jasmin Heibel. (jp/rh)











