Landesliga/Männer
„Da wären wir besser nicht hingefahren“, fand Bannberscheids Trainer Jörg Pilgenröther nach der 21:40 (7:20)-Niederlage seiner Landesliga-Handballer in Bendorf. Mit dem letzten Aufgebot traten die Westerwälder die Fahrt an den Rhein an, musste auf die verletzten Michael Hehl, Daniel Hundhammer, Tom Bader und Lucas Gläßer verzichten und hatten mit Philipp Pilgenröther, der aufgrund einer Bindehautentzündung nur zeitweise eingesetzt werden konnte, lediglich einen Ersatzspieler. Zu allem Pech kam dann in der 5. Minute auch noch die Verletzung von Jann Keil an der Wurfhand hinzu, sodass sogar der zweite Torhüter Max Weidenfeller als Feldspieler eingreifen mußte. „Das hat er aber richtig gut gemacht und sich selbst mit einem Tor belohnt“, lobte Trainer Pilgenröther. Die Reserve der Turnerschaft Bendorf setzte von Beginn an seine routinierten Akteure Zwick, Brink und Peltner ein, spielte fast ohne Pause mit den körperlich überlegenen Spielern durch und führte schnell mit 18:4 Toren. „Ich musste die Handbremse ziehen, zog die Auszeit und nahm die Mannschaft in die Pflicht, ruhig mal etwas aggressiver in der Abwehr zu Werke zu gehen. Zumindest die letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit haben wir dann das Angriffsspielspiel der Bendorfer stoppen können“, freute sich der TuS-Trainer, dessen Mannschaft bis zur Pause auf 20:7 verkürzen konnte.
Nach dem Wechsel sah es so aus, als hätten die Bannberscheider neue Kraft in der Kabine getankt, denn sie hielten nun mehr dagegen und machten es Rheinstädtern jetzt schwerer, ihr Spiel aufzuziehen. In dieser Phase wurden aber leider auch zu viele klare Chancen von den TuS-Spielern vergeben, sodass sich zum Ende der zweiten Halbzeit wieder mehr und mehr die körperliche Überlegenheit der Gastgeber durchsetzte, sie jeden Ballverlust mit ihrem starken Gegenstoßspiel bestraften und die Partie mit 40:21 beendeten. Trainer Pilgenröther: „Mal abgesehen vom Endergebnis kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Sie haben 60 Minuten wirklich alles gegeben. Leider wurden wieder klarste Torchancen nicht genutzt. Das größte Lob an meine Mannschaft kam aber vom Gegner selbst, der sagte, dass kaum ein anderer Verein so hier angetreten wäre. Sie fanden es wirklich klasse, dass wir ihren letzten Heimauftritt in dieser Saison nicht haben ausfallen lassen. Glückwunsch von uns an die Bendorfer Mannschaft zur Vizemeisterschaft in der Landesliga.“
TuS Bannberscheid II: David Pilgenröther (Tor) – Max Weidenfeller (1), Christian Hehl (8), Philipp Pilgenröther, Christian Rhensius (3), Nikolai Mielke (6), Alexander Hering (2), Jann Keil (1) und Betreuerin Jasmin Heibel. (jp/rh)











