TuS Bannberscheid teilt schon wieder die Punkte / In Bendorf führt schwache zweite Hälfte zu einem letztlich gerechten 29:29 / Das muss man im torreichen Handballsport erst mal so hinkriegen: Der Verbandsligist TuS Bannberscheid hat in seiner 16. Saisonpartie zum fünften Mal unentschieden gespielt! Diesmal mussten sich die Westerwälder im Gastspiel bei der Turnerschaft Bendorf II nach einer 15:13-Pausenführung mit einem 29:29 begnügen. „Wir müssen aufgrund der schwachen zweiten Halbzeit mit dem Ergebnis zufrieden sein, am Ende war es ein glücklicher Punktgewinn“, bilanzierte TuS-Trainer Hansi Schmidt und meinte im Hinblick auf die Meisterschaftschancen des Tabellendritten: „Wir werden weiter um jeden Punkt kämpfen, es ist noch nichts verloren.“
Gut ins Spiel hineingefunden
Die Vorzeichen standen für die Bannberscheider äußerst ungünstig. Leistungsträger Nils Becker fiel aus privaten Gründen aus, und die ungewohnte Anwurfzeit am Samstag um 15.30 Uhr spielte den berufstätigen Spielern auch nicht in die Karten. In der ersten Halbzeit war der TuS aber die klar spielbestimmende Mannschaft und fand über eine 2:0- zu einer späteren 10:7-Führung. „Insbesondere in der Abwehr über unseren Innenblock Christian Klapthor und Max Baldus haben wir wenig zugelassen, und Torhüter René Freisberg konnte einige Würfe entschärfen“, so Schmidt. „Wir haben es aber im Angriff wieder mal nicht geschafft, einen ordentlichen Pausenvorsprung herauszuspielen.“ Die Chancen dazu waren mehrmals da – wie beim Stande von 15:11 – wurden aber nicht genutzt und teilweise freistehend vor dem Tor kläglich vergeben. So schmolz der Vorsprung auf zwei Tore.
Die zweite Halbzeit war geprägt von eklatanten Abschlussschwächen im Angriff und einer Vielzahl von individuellen Fehlern in der Abwehr, die darüber hinaus zu einigen Zeitstrafen gegen den TuS führten. Das 19:16 in der 40. Minute sollte der letzte Drei-Tore-Vorsprung sein.
Gastgeber schaffen die Wende
Bendorf II kam besser ins Spiel und witterte Morgenluft. Der starke Markus Zwick war in dieser Phase kaum zu stoppen. So konnte Bendorf erstmalig eine Führung zum 20:19 herausspielen. „Wir konnten zwar zum 22:22 noch einmal ausgleichen, liefen aber in der Folgezeit ständig einem Rückstand hinterher“, sagte Schmidt. In der 58. Minute lag Bendorf II mit 29:26 vorn, das Spiel schien zugunsten der Gastgeber entschieden. Doch zwei Bannberscheider Treffer nach Ballgewinnen und eine tolle Parade von Torwart Max Weidenfeller mit anschließendem, von Pascal Schardt abgeschlossenem Gegenstoß, sorgten für den Ausgleich. (WZ v. 09.03.15; gh)
TuS Bannberscheid: Rene Freisberg, Max Weidenfeller, Dag Achtzehn – Max Baldus (4/2), Christian Klapthor (5/3), Martin Baldus (1), Eike Weinberg, Andreas Schmidt (7), Fabian Hering, Pascal Schardt (4), Michael Schmitz, Felix Manns (8/2) und Adrian Szary.










