BANNBERSCHEIDER MÄNNER WERFEN TITELCHANCEN WEG / SELBST NILS BECKERS 11 TREFFER SIND ZU WENIG BEI UNNÖTIGER NIDERLAGE IN KASTELLAUN / Der TuS Bannberscheid muss seine zarten Meisterschaftsträume in der Handball-Verbandsliga Ost nach der vermeidbaren 19:21 (9:10)-Niederlage im Verfolgerduell bei der HSG Kastellaun/Simmern II wohl begraben. „Diese Niederlage ist einzig und allein unserer indiskutablen Chancenverwertung geschuldet“, zog TuS-Trainer Hansi Schmidt nach dem ernüchternden Auftritt im Hunsrück Bilanz. „Gegen einen schwachen Gegner ist es meiner Mannschaft nicht gelungen, den Sack rechtzeitig zuzumachen. Es war enttäuschend mit anzusehen, wie reihenweise klare Einschussmöglichkeiten nicht verwertet wurden. Dazu kamen noch vier verworfene Siebenmeter und zahlreiche unerklärliche Passfehler. Dann hast du es am Ende auch nicht verdient, das Spiel zu gewinnen.“
Die Bannberscheider hatten mehrmals die Chance, einen satten Vorsprung herauszuspielen. Bereits in der ersten Halbzeit wäre es nach gutem Beginn und einer 4:1-Führung durchaus möglich gewesen, frühzeitig vorentscheidend mit sechs oder sieben Toren wegzuziehen. Dies wurde versäumt, zur Pause waren die Gastgeber gar mit 10:9 vorn. Auch gegen Ende lagen die Westerwälder in der 52. Minute noch mit 18:16 in Führung, doch erneut wurde diese abgegeben. Beim Stand von 19:19 vier Minuten vor Schluss war das Spiel wieder völlig offen, und Kastellaun II nutzte seine Chance zu einem glücklichen Sieg. Bei den ohne die beiden Routiniers Pascal Schardt und Christian Klapthor angetretenen Bannberscheidern boten zwar die beiden Torhüter Karl-Heinz Sabel und Dag Achtzehn eine starke und der wurfstarke Nils Becker im linken Rückraum mit elf Treffern eine überragende Leistung, doch damit konnten die vielen Unzulänglichkeiten nicht kompensiert werden.
„Insbesondere unsere rechte Angriffsseite hatte einen rabenschwarzen Tag. Eine Vielzahl herausgespielter Torchancen wurde kläglich vergeben. Hinzu kam, dass wir vom Kreis nicht die erforderlichen Akzente setzen konnten“, haderte Hansi Schmidt. „Diese Niederlage wird mich länger beschäftigen. Wir haben uns zum wiederholten Male selbst geschlagen, das ist bitter.“ Spitzenreiter TV Bassenheim, der im nächsten Heimspiel in Wirges zu Gast sein wird, ist nunmehr bereits um sechs Punkte enteilt. (WZ vom 20.04.15; gh)
TuS Bannberscheid: Karl-Heinz Sabel, Dag Achtzehn – Max Baldus (3), Nils Becker (11), Martin Baldus (2), Fabian Hering (1), Felix Manns (1), Adrian Szary, Andreas Schmidt, Michael Schmitz (1), Eike Weinberg und Sebastian Herz.










