Beide Vereine profitieren

SG-Beschluss: Einigung ging schnell vonstatten  / BANNBERSCHEID/BAD EMS. „Unsere Spieler haben nun die Chance, höherklassig zu spielen, und die Bad Emser können in der Rheinlandliga bleiben.“

Mit nur einem Satz fasst Bannberscheids Sportlicher Leiter Christian Schmidt zusammen, wie beide Vereine von der Handball-Spielgemeinschaft im Männerbereich profitieren. Die Idee dazu hatten bereits im Februar und März Spieler des TuS Bannberscheid, die gleichzeitig Vorstandsmitglieder sind und schon damals absehen konnten, dass es für die Westerwälder alleine nicht leicht werden würde, weiterhin eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. TuS-Trainer Hansi Schmidt brachte dann den Stein ins Rollen, als er bei einem Bad Emser Rheinlandligaspiel die Trainer und Spieler des TV nach der sportlichen Perspektive der Kurstädter für die Saison 2015/16 fragte. Diese erwogen zu diesem Zeitpunkt einen Rückzug aus der Rheinlandliga, weil erfahrene Spieler aufhören wollten, Schmidt rannte also quasi offene Türen ein.

Der Rest ging schnell vonstatten, nicht zuletzt wegen der Meldefrist am 31. Mai. Ende April nahmen Herbert Mäncher auf Bannberscheider und Klaus Ohnhäuser auf Bad Emser Seite die Gespräche auf. Zweimal trafen sich die Vereinsverantwortlichen in großer Runde, ruckzuck war die Sache in trockene Tücher gewickelt. Was die Entscheidung vereinfachte: Man kennt sich und hat beiderseits gute Erfahrungen miteinander gemacht, vor Jahren gab es bereits eine SG im Frauenbereich. Zudem sehen sich beide Vereine familiär strukturiert. (WZ v. 03.09.15; Christoph Gerhards)