HSG fühlt Spitzenreiter TV Bitburg auf den Zahn

BAD Ems. Einen Punkt, der Hoffnung macht, schnappten sich die Rheinlandliga-Handballer der HSG Bad Ems/Bannberscheid am vergangenen Wochenende beim 27:27 gegen die Turnerschaft Bendorf. An diesen Teilerfolg will das Team von Trainer Hansi Schmidt anknüpfen, wenn es am Samstag um 18 Uhr beim noch ungeschlagenen Spitzenreiter TV Bitburg aufläuft.

Für Schmidt war das Spiel gegen Bendorf ein Fingerzeig, „dass mit der richtigen Einstellung einiges möglich ist“. Gleichwohl: Überbewerten will der Übungsleiter das Unentschieden nicht, schließlich hatte es bis zur Schlusssekunde gedauert, ehe die Kombinierten die Niederlage abwendeten. „Das Spiel hat bewiesen, dass bei uns in allen Mannschaftsteilen noch Luft nach oben ist. Wir haben ja schließlich nicht gewonnen“, räumt Schmidt ein. Der Trainer hat eine Schwächephase zwischen der 20. und 30. Minute und eine zu geringe Chancenverwertung im zweiten Durchgang als Kritikpunkte ausgemacht. Generell findet er: „Wir entwickeln uns aktuell in die richtige Richtung. Um diese engen Spiele zu gewinnen, muss aber alles passen. Nur dann können wir bald den nächsten Schritt machen.“

Im besten Fall treiben die Bad Emser und Bannberscheider ihren Reifeprozess am Samstag mit einem weiteren Erfolgserlebnis voran. Wie schwer die Aufgabe wird, macht Schmidt allerdings deutlich, indem er einige Fakten aufzählt, die die Stärke des Gegners untermauern: „Bitburg ist Tabellenführer. Und Oberligaabsteiger. Die Mannschaft ist nahezu unverändert, und sie steht verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. Es wird eine Herausforderung der besonderen Art.“ Die HSGler werden die Aufgabe mit großem Respekt angehen. Von allzu großem Nervenflattern muss bei der Spielgemeinschaft allerdings nicht ausgegangen werden. „Wir kennen das ja. Es wird das dritte Spiel in Folge gegen eines der Spitzenteams der Liga“, gibt Schmidt mit einer gewissen Routine zu Protokoll. Es wird für die HSG darum gehen, auch auswärts einmal mit der gleichen Konsequenz aufzutreten wie zuletzt in den Partien vor eigener Kulisse. Schmidt:

„Wir sind spielerisch dazu in der Lage, jeden Gegner in dieser Liga zu bespielen. Dafür müssen die Spieler gierig darauf sein, auch solche Begegnungen zu gewinnen, denn ordentliche Leistungen alleine reichen nicht aus. Ich sehe es jedenfalls nicht ein, die weite Fahrt bereits im Vorfeld als Punktelieferant anzutreten.“ (WZ v. 09.10.15;Christoph Erbelding)