TV Bitburg – HSG Bad Ems/Bannberscheid………28 : 25 (15:16)

Schmidt ärgert sich über „zu viele Gastgeschenke“ / HSG Bad Ems/Bannberscheid verpasst beim Spitzenreiter nur knapp eine Überraschung / BITBURG. Die Handball-Spielgemeinschaft Bad Ems/Bannberscheid kehrte zwar auch von ihrem dritten Rheinlandliga-Gastspiel der Saison mit leeren Händen in die Heimat zurück, einmal mehr aber schnupperten die Schützlinge von Trainer Hansi Schmidt an einer faustdicken Überraschung.

Felix Manns gelangen in Bitburg sechs Tore für die HSG, die dennoch unterlag. WZ-Foto: Andreas Hergenhahn.
Felix Manns gelangen in Bitburg sechs Tore für die HSG, die dennoch unterlag. WZ-Foto: Andreas Hergenhahn.

Der Oberliga-Absteiger TV Bitburg konnte nach dem 28:25 (15:16)-Erfolg jedenfalls heilfroh sein, dass er vor heimischer Kulisse gegen die Neu-Kombinierten von einer unliebsamen Überraschung in Form eines einfachen oder sogar doppelten Punktverlustes verschont geblieben war. Denn die HSG verpasste das erste Erfolgserlebnis in der Fremde nur denkbar knapp. „Wir haben es mit einer starken Abwehr und solide haltenden Torhütern geschafft, den Bitburger Rückraum weitgehend aus dem Spiel zu nehmen. Allerdings hatten wir zu viele Gastgeschenke im Gepäck dabei“, lobte Hansi Schmidt zwar die aufopferungsvoll kämpfende „Zerstörungs-Abteilung“ seiner Sieben, musste aber erneut als größtes Manko seines Teams monieren, dass zu viele hochkarätige Chancen liegen geblieben waren. „Wir hätten selbst mindestens 30 Tore machen müssen.“

Im zweiten Durchgang, in welchem sich die HSG trotz verpennten Beginns und zahlreicher technischer Fehler nicht nur nicht abschütteln ließ, sondern drei Minuten vor der Schlusssirene sogar beim 25:25 wieder egalisiert hatte, schien sogar mehr drin zu sein für die couragierten Vereinigten von der Lahn und dem Westerwalddorf. „Wir haben voll auf Sieg gespielt“, hält Schmidt bekanntlich überhaupt nichts von „Angsthasen-Handball“. Doch ausgerechnet eine Zeitstrafe gegen die Eifeler brachte dann die Wende zu Ungunsten des Außenseiters. Während Bitburgs Pascal Wolff auf der Strafbank schmoren musste, erhöhte sein TVB auf 27:25. Ein Tempogegenstoß gegen die auch in dieser Phase zu hektischen HSG-Angreifer brachte dann die Entscheidung für die Bierstädter.

„Wer in engen Partien in den letzten Minuten die wenigsten Fehler macht, der gewinnt meistens. Wir haben dann wohl auch etwas zu viel über die Überraschung nachgedacht, was aber auch dem jungen Alter der meisten Spieler geschuldet ist“, war Schmidt seinen Jungs hinterher keineswegs böse. Allerdings mahnte er: „Ordentlich spielen reicht eben alleine nicht aus. Entscheidend ist immer, was am Ende dabei herauskommt. Bei uns hat sich auch bemerkbar gemacht, dass ich den grippegeschwächten Max Baldus im zweiten Durchgang nur noch sporadisch bringen konnte. Da hat uns zu oft die Ruhe und Ordnung im Angriff gefehlt.“ Nun geht’s in eine dreiwöchige Punktspielpause, in der dennoch viel Arbeit auf Schmidt und Co. wartet. „Wir müssen sehen, dass wir konditionell und mental zulegen, damit wir demnächst aus solchen Spielen auch mal etwas mitnehmen.“ (WZ v. 12.10.15;Stefan Nink)

HSG Bad Ems/Bannberscheid: Thorsten Schaust, Caspar Sorger – Max Baldus (2), Johannes Berges (1), Frank Schaust, Felix Manns (6/3), Paul Junker (2), Fabian Hering (1), Michael Schmitz (1), Mathias Baldus (4), Adrian Szary (1), Tim Cziesla (1), Martin Baldus (6) und Christian Klapthor. Zeitstrafen: 4:1 – Siebenmeter: 3/2 : 3/3 – Zuschauer: 110 – Spielfilm: 0:1, 2:4, 5:5, 9:8, 10:12, 12:12, 14:16 – 19:17, 22:20, 25:22, 25:25, 28:25.

Nächste Aufgabe für die HSG Bad Ems/Bannberscheid: am Samstag, 7. November, 19.30 Uhr, in Bad Ems gegen HSC Schweich.