HSG Bad Ems/Bannberscheid – SG Gösenroth/Laufersweiler….27 : 29 (13:13)

HSG vergibt ihre Chancen zu leichtfertig / Bad Ems/Bannberscheid bekommt Duo der SG Gösenroth/Laufersweiler nicht in den Griff / BAD EMS. Die Bilder gleichen denen aus dem Vorjahr, auch wenn sich die Voraussetzungen für die Bad Emser Rheinlandliga-Handballer nach dem Zusammenschluss mit dem TuS Bannberscheid verändert haben. Noch greift diese neue Basis offensichtlich nicht, noch stören Misstöne den Gleichklang des neuen Orchesters. So bleiben dann nach der 27:29 (13:13)-Heimniederlage gegen die SG Gösenroth/Laufersweiler lediglich drei Punkte auf der Habenseite. Und als Trainingsaufgabe für diese Woche die intensive Suche nach dem Gleichklang vor dem Kellerduell am kommenden Samstag beim TuS Daun, wo noch vor Weihnachten die Weichen Richtung möglichem Klassenverbleib oder drohendem Abstieg in die Verbandsliga gestellt werden.

Felix Manns (am Ball) war zwar fünfmal gegen die SG Gösenroth/Laufersweiler erfolgreich, der Staudter musste aber mit der HSG Bad Ems/Bannberscheid die nächste Niederlage hinnehmen. WZ-Foto: Marco Rosbach.
Felix Manns (am Ball) war zwar fünfmal gegen die SG Gösenroth/Laufersweiler erfolgreich, der Staudter musste aber mit der HSG Bad Ems/Bannberscheid die nächste Niederlage hinnehmen. WZ-Foto: Marco Rosbach.

Schmidt mit Einstellung zufrieden

Das sieht auch Trainer Hansi Schmidt so, der mit der kämpferischen Einstellung seines Teams durchaus zufrieden war: „Jetzt muss die Findungsphase vorbei sein, denn sonst läuft uns die Zeit weg. Wir stehen unter Zugzwang und müssen endlich punkten. Kämpferisch hat meine Mannschaft auch heute wieder alles gegeben, aber wir haben erneut zu viele Möglichkeiten einfach liegen gelassen. Das nutzen Spieler wie sie die Hunsrücker in Heinrich Löwen und Anton Domaschenko in ihren Reihen haben, gnadenlos aus. Und wir stehen wieder mit leeren Händen da.“ In der Tat waren es die beiden Gästeakteure, die dem ganzen Spiel ihren Stempel aufdrückten. Da griff auch die Manndeckung nicht, die Trainer Schmidt gegen Löwen angeordnet hatte. Löwen schaltete trotzdem, wie er wollte, und legte mit seinen zwölf Treffern den Grundstock zum Auswärtssieg für die Hunsrücker. Dabei hatte es in der ersten Halbzeit vor 120 Zuschauern in der Sporthalle Silberau noch ganz gut ausgesehen. Wenn, ja wenn beste Chancen nicht leichtfertig vergeben worden wären. Fehlabgaben, unkonzentrierte Anspiele an den Kreis und voreilige, unvorbereitete Abschlussversuche führten zu einem Halbzeitstand von 13:13. Schmidt fasste treffend zusammen: „Da haben wir es versäumt, uns einen beruhigenden Vorsprung zu erarbeiten.“

Nach 21:20-Führung ist die Luft raus

Und genau das nutzten die Gäste unmittelbar nach der Pause, als die HSG-Spieler gedanklich noch in der Kabine waren, mit drei Treffern zu einem Drei-Tore-Vorsprung. Zwar bogen die Gastgeber in ihrer besten Phase – ausgerechnet in Unterzahl – diesen Rückstand in eine eigene 21:20-Führung um, aber damit war endgültig die Luft raus. Die offene Manndeckung zwei Minuten vor Spielende erwies sich als Schuss nach hinten, denn Löwen lief Slalom um die HSG-Spieler und sorgte mit dem Treffer zum 26:28 für die Entscheidung. Der Rest zum 27:29 war Formsache – bis auf das hässliche Foulspiel von Gösenroths Stefan Hermann, der Frank Schaust 15 Sekunden vor Schluss über den Haufen rannte und dafür vom insgesamt gut leitenden Allein-Schiedsrichter Björn Jörges (Puderbach) nur mit einer Matchstrafe für eben diese 15 Sekunden bedacht wurde. (WZ v. 07.12.15; Peter Armitter)

HSG Bad Ems/Bannberscheid: Thorsten Schaust, Matthias Berges – Max Baldus (7/4), Felix Manns (5), Frank Schaust (6), Paul Junker (1), Johannes Berges, Martin Baldus (1), Fabian Hering (2), Michael Schmitz, Mathias Baldus (4) Simon Berges (1), Tim Cziesla und Christian Klapthor. Zuschauer: 120. Zeitstrafen: 4:5. Siebenmeter: 5/4:3/2. Spielfilm: 2:1, 4:2, 5:6, 9:8, 11:11, 13:13 – 13:16, 17:18, 19:18, 21:22, 24:24, 24:27, 26:27, 27:29. Besonderheit: Rote Karte zur Matchstrafe für Gösenroths Stefan Hermann (60., grobes Foulspiel).