TuS Daun – HSG Bad Ems/Bannberscheid……..30 : 24 (16:12)

HSG rutscht nach Pleite in Daun auf letzten Platz ab  /  Hansi Schmidt: Niederlage war verdient  /  Chance vertan: Statt sich mit einem Erfolgserlebnis in die Weihnachtspause zu verabschieden, hat der Handball-Rheinlandligist HSG Bad Ems/Bannberscheid das Kellerduell beim TuS Daun verloren und ist auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht.

Das 24:30 (12:16) war der Tiefpunkt am Ende einer durchwachsenen Hinrunde. Wenn Trainer Hansi Schmidt nach diesem Spiel sagt, sein Team habe „60 Minuten auf einem niedrigen Level“ gespielt, dann spricht das Bände. Die neu formierte Mannschaft aus Handballern des TV Bad Ems und des TuS Bannberscheid funktioniert noch nicht so, wie sie müsste, um in der höchsten Klasse des Verbandes mithalten zu können. „Die Niederlage war verdient“, wollte Schmidt von Pech nichts wissen. „Es war die schwächste Saisonleistung.“ Wo die Gründe dafür liegen, konnte der HSG-Trainer auch am Tag danach noch nicht sagen. „Wir haben uns gut vorbereitet, die Jungs haben sich gut warmgemacht“, fand Schmidt. „Doch im Spiel lief dann nichts zusammen.“ Und der frühere Regionalliga-Handballer ergänzte: „Wenn wir keine mannschaftlich geschlossene Leistung zeigen, geht für uns in dieser Liga nichts. Dafür fehlt es uns an individueller Klasse.“

In Daun kam nach ausgeglichener Anfangsphase bei offenem Spielstand noch eine Schwächung hinzu: Max Baldus, im Angriff der Spielmacher der HSG und in der Deckung ein zentraler Pfeiler, wurde in der 12. Minute für den Rest der Partie disqualifiziert – für eine Aktion, die sein Trainer nicht beurteilen konnte und wollte. „Ich habe nichts gesehen, ein Schlagen oder ein ähnliches Vergehen war da aus meiner Perspektive nicht zu erkennen“, sagte Schmidt, der aber betonte: „Ein solcher Verlust verunsichert die Mannschaft natürlich. Aber allein an dieser Strafe lag es bestimmt nicht.“ Vielmehr kritisierte der HSG-Coach die Passivität, die seine Mannschaft in dieser wichtigen Partie offenbarte. In der Abwehr ließen die Gäste Daun zu oft gewähren und zu leichten Toren kommen. Passend dazu agierte Bad Ems/Bannberscheid im Angriff „zu drucklos“, wie Schmidt es benannte. „Da haben sämtliche Tugenden gefehlt, die ich in einem Handballspiel erwarte.“

Die Folge des laschen Auftritts der Kombinierten: Von der 20. Minute zog Daun bis zur Pause von 10:10 auf 16:12 davon und ließ sich nach dem Wechsel auch nicht aus dem Konzept bringen, als die Gäste bei 20:18 und 24:21 wieder dran waren. „Eng war es nach Zahlen“, sagte Schmidt. „Ich hatte aber nie das Gefühl, dass wir es noch mal schaffen können.“ (WZ v. 14.12.15; Marco Rosbach)

HSG Bad Ems/Bannberscheid: Thorsten Schaust, Matthias Berges – Max Baldus (2), Frank Schaust (4), Michael Schmitz (1), Johannes Berges (1), Paul Junker (3), Fabian Hering (1), Tim Cziesla (1/1), Felix Manns (8/4), Matthias Baldus (1), Christian Klapthor (1), Adrian Szary und Martin Baldus (1). Siebenmeter: 1/1:7/5. Zeitstrafen: 1:2. Spielfilm: 1:0, 3:1, 4:3, 5:4, 8:5, 8:8, 10:10, 13:10, 16:12 – 18:13, 20:15, 20:18, 24:20, 24:21, 28:21, 30:24.