Bannberscheid/Bad Ems bleiben zusammen

HSG im Männerbereich soll über die Saison hinaus bestehen bleiben – Auch Kooperation bei den Frauen im Gespräch / BAD EMS. Die Handballer des TV Bad Ems und des TuS Bannberscheid werden auch in der kommenden Runde gemeinsame Sache machen. Darauf verständigten sich die Verantwortlichen beider Vereine bei einer turnusmäßigen Sitzung.

„Unsere Zusammenarbeit hat sich absolut bewährt“, sieht Klaus Ohnhäuser vom TVBE keinen Grund, die Bindung wieder zu lösen. „Wir haben nicht umsonst betont, dass wir da mindestens mittelfristig denken“, ist er sich mit den Mitstreitern aus dem Westerwald einig. „Beide Vereine kommen gut miteinander aus“, bestätigt Herbert Mäncher, Vorsitzender des TuS Bannberscheid. „Es gibt keine Schwierigkeiten. Wir werden auch in der kommenden Saison zusammenbleiben.“
Zwar läuft es bei der ersten Mannschaft in der Rheinlandliga nicht optimal, aber Anlaufschwierigkeiten sind in solchen Konstellationen nichts Außergewöhnliches.

„Spielerisch halten wir ja gut mit. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir in der Rückrunde die nötigen Punkte holen und in der Rheinlandliga bleiben werden“, so Ohnhäuser, dessen Sichtweise Mäncher zu 100 Prozent teilt: „Die Stimmung in der Mannschaft ist positiv, Trainer Hansi Schmidt ist hoch motiviert.“ Laut Ohnhäuser seien es Kleinigkeiten, die bei den bisherigen Niederlagen oftmals den Ausschlag gegeben haben. „Bei vielen Gegnern haben Rheinlandliga-erfahrene Spieler die Sache rausgerissen.“ Erfahrung, die dem jungen HSG-Team zuweilen fehlt. Aus diesem Grund haben die Kombinierten nun reagiert.

Alexander Ulges (Nummer 5) soll mit seiner Erfahrung mit dazu beitragen, dass die HSG Bad Ems/Bannberscheid auch in der Saison 2016/17 in der Rheinlandliga vertreten sein wird. WZ-Foto: Marco Rosbach.
Alexander Ulges (Nummer 5) soll mit seiner Erfahrung mit dazu beitragen, dass die HSG Bad Ems/Bannberscheid auch in der Saison 2016/17 in der Rheinlandliga vertreten sein wird. WZ-Foto: Marco Rosbach.

Mit Alexander Ulges wird zum Wiederbeginn der Punktrunde ein Routinier aus viel besseren Bad Emser Tagen das nach einer Negativserie auf den letzten Tabellenplatz abgerutschte Team von Hansi Schmidt unterstützen. „Er soll vor allem mehr Ruhe in unser Spiel bringen und wird uns auch mit seinem ausgeprägten Durchsetzungsvermögen und seiner Torgefahr weiter helfen“, erhoffen sich Ohnhäuser und Co. einiges vom dynamischen und mittlerweile mit einem Doktor-Titel dekorierten früheren Oberligaspieler.

Mit wie vielen Teams die HSG in die neue Runde gehen wird, muss noch abgewartet werden. Im vergangenen Herbst wurden vier Mannschaften ins Rennen geschickt, doch nach kurzer Zeit sahen sich die Verantwortlichen aus personellen Erwägungen heraus gezwungen, die Landesliga-Truppe während der Saison wieder abzumelden. Vorstellbar für die neue Runde erscheint zumindest für Mäncher eine Ausweitung der Kooperation auf den Frauenbereich. Zumal beide Vereine damit kein Neuland betreten würden, da es einen solchen Zusammenschluss vor einigen Jahren schon einmal gegeben hat. Allerdings spielen die TVBE-Frauen nur in der Bezirksliga, Qualitätsunterschiede zu den höher spielenden Handballerinnen des TuS wären wohl unverkennbar. „Es gibt aber ein, zwei Mädels, die eventuell in der Rheinlandliga Fuß fassen könnten“, ist Mäncher überzeugt.

Düster sieht es derweil im Nachwuchsbereich beider Klubs aus. Während die Bannberscheider bereits vor der Saison ihre A-Jugend vom Spielbetrieb abgemeldet hatten, ereilte den TVBE nun das gleiche Schicksal. Der ohnehin mit dünnem Kader angetretene älteste Nachwuchs hätte in Kürze ohne Torwart dagestanden, zudem ließen einige Jungs die nötige Einstellung vermissen. So wäre wohl jeder Spieltag ein personeller Drahtseil-Akt geworden, weshalb sich die Verantwortlichen kurz vor Weihnachten zur Abmeldung der Mannschaft entschlossen. (WZ v. 09.01.16; Redakteur: Stefan Nink / Reporter: Andreas Hundhammer)