TV Bassenheim – HSG Bad Ems/Bannberscheid……..26 : 30 (9:19)

HSG Bad Ems/Bannberscheid bietet Galavorstellung  /  Der 30:26-Sieg in Bassenheim gerät nach 19:9-Pausenführung nie in echte Gefahr  /  BASSENHEIM. Klaus Ohnhäuser hat in den vielen Jahren seines vielfältigen Engagements in der Handball-Abteilung des Turnvereins Bad Ems schon allerhand erlebt. Doch am frühen Samstagabend schlug sogar sein Sportlerherz merklich höher als gewöhnlich.

Denn seine HSG Bad Ems/Bannberscheid führte im Rheinlandliga-Spiel beim TV Bassenheim nach 30 absolvierten Minuten vor allem in der Höhe und in der Art und Weise des Auftritts sensationell mit 19:9. „Da haben sich die meisten Zuschauer, die unserer Mannschaft vor Ort die Daumen drückten, verwundert die Augen gerieben“, so Ohnhäuser. Dass am Ende die Punkte dann noch relativ knapp mit 30:26 mit in den Unterwesterwald und an die untere Lahn wanderten, störte dann im Lager der Neu-Kombinierten kaum jemanden ernsthaft. Da hatte selbst der kritische Trainer Hansi Schmidt wenig zu meckern. „Die ersten 40 Minuten waren sehr gut“, attestierte er seiner ohne Torjäger Felix Manns und Christian Klapthor angetretenen Mannschaft eine starke Vorstellung.

Michael Schmitz gehörte am Samstagabend beim souverän herausgespielten 30:26-Auswärtssieg in Bassenheim zu den Aktivposten bei der HSG Bad Ems/Bannberscheid. RLZ-Foto: Andreas Hergenhahn.
Michael Schmitz gehörte am Samstagabend beim souverän herausgespielten 30:26-Auswärtssieg in Bassenheim zu den Aktivposten bei der HSG Bad Ems/Bannberscheid. RLZ-Foto: Andreas Hergenhahn.

„Wir hatten uns vorgenommen, dem Spiel gleich unseren Stempel aufzudrücken. Wir haben die Bassenheimer Abwehr in Bewegung gebracht, viele Chancen herausgespielt und die meisten dann auch entschlossen vollendet“, hatte der Übungsleiter allen Grund, mit seinen Jungs hochzufrieden zu sein. Ein Sonderlob verdiente sich im geschlossenen HSG-Ensemble Rückraumspieler Michael Schmitz, der sich neben Max Baldus als treffsicherster Akteur des Tabellenvorletzten erwies. Die Gäste hatten zudem in Thorsten Schaust nicht nur einen überragenden Keeper zwischen ihren Pfosten, sondern streuten mit einer bärenstarken Abwehr immer mehr Sand ins Getriebe des Heimatvereins des früheren Nationalspielers Jens Tiedtke.

Die HSG ließ sich auch nicht aus der Fassung bringen, als der stark beginnende Matthias Baldus nach Serdar Begens überhartem Einsteigen mit einer Kieferprellung zum Zuschauen degradiert wurde. Für Begen war die Partie folgerichtig nach bereits 18 Minuten ebenfalls vorzeitig beendet, sein Meckern dürfte ihm noch eine Sperre einbringen. Die Gäste blieben weiter am Drücker. Beim Stande von 12:26 war längst klar, dass es für den gastgebenden Aufsteiger nur noch darum ging, den sportlichen Schaden einigermaßen in Grenzen zu halten. Und das sollte ihnen dann auch gelingen. Denn mit zunehmender Spielzeit schwanden bei den mit hohem Aufwand spielenden Gästen mehr und mehr die Kräfte und damit auch die zuvor noch so imponierende Konzentration.

Mit einem Gewitter an Gegenstößen und einem 8:0-Lauf verkürzte Bassenheim bis zur 56. Minute auf 23:28, in Gefahr geriet der im Abstiegskampf so wichtige Auswärtssieg der HSG jedoch nicht mehr. „Alle haben im Dienst der Mannschaft gearbeitet und persönliche Dinge hinten angestellt. So stelle ich mir das vor“, bilanzierte Schmidt. (WZ v. 25.01.16; Stefan Nink)

HSG Bad Ems/Bannberscheid: Thorsten Schaust, Max Weidenfeller – Max Baldus (7/2), Martin Baldus, Frank Schaust (5), Michael Schmitz (6/1), Paul Junker (3), Johannes Berges, Tim Cziesla (2), Sebastian Heinz (2), Mathias Baldus (3), Sven Boinski, Alexander Ulges (1) und Simon Berges (1). Zeitstrafen: 2:2. Siebenmeter: 4/4:4/3. Spielfilm: 0:3, 2:8, 4:10, 6:14, 9:17, 9:19 – 12:21, 12:26, 15:28, 23:28, 26:30. Zuschauer: 80.

(Foto „Michael Schmitz“ mit Untertext.)

Michael Schmitz gehörte am Samstagabend beim souverän herausgespielten 30:26-Auswärtssieg in Bassenheim zu den Aktivposten bei der HSG Bad Ems/Bannberscheid. RLZ-Foto: Andreas Hergenhahn.