Bad Ems/Bannberscheid empfängt am Samstagabend den Tabellenführer

Schmidt verlangt mehr taktische Disziplin  /  Bad Ems/Bannberscheid. Nach zwei Siegen zu Jahresbeginn kehrte bei den Rheinlandliga-Handballern der HSG Bad Ems/Bannberscheid am vergangenen Spieltag wieder Ernüchterung ein. Mit 30:35 unterlag das Team in Bendorf und verpasste damit bei Niederlagen der Konkurrenz einen kleinen Sprung in der Tabelle, der in Anbetracht des nächsten Gegners sicherlich nicht verkehrt gewesen wäre. Denn am Samstagabend ab 19.30 Uhr gastiert der Tabellenführer TV Bitburg in der Silberauhalle in Bad Ems.

Felix Manns musste sich bei der Niederlage in Bendorf zuletzt einer Manndeckung erwehren. Im Heimspiel gegen Bitburg erhofft sich der Torjäger der HSG Bad Ems/Bannberscheid wieder mehr Freiräume. WZ-Foto: Tom Neumann.
Felix Manns musste sich bei der Niederlage in Bendorf zuletzt einer Manndeckung erwehren. Im Heimspiel gegen Bitburg erhofft sich der Torjäger der HSG Bad Ems/Bannberscheid wieder mehr Freiräume. WZ-Foto: Tom Neumann.

Und ausgerechnet in dieser Woche ist Hansi Schmidt zur Improvisation gezwungen. Von „sechs bis sieben Spielern“ spricht der HSG-Coach, die zurzeit entweder grippegeschwächt oder verletzungsbedingt ausfallen. So musste das Training am Dienstag abgesagt werden. Aufgrund dieser Situation wird sich wohl auch erst nach dem Abschlusstraining am Freitagabend entscheiden, wer alles im Aufgebot für Samstag steht. Eins ist für Schmidt indes klar: „Diejenigen, die dabei sein werden, müssen auch belastbar sein und Vollgas geben können.“

Mit weniger als 100 Prozent Einsatz werden die Kombinierten wohl auch kaum gegen den Spitzenreiter bestehen können. Mit 36:22 düpierten die Eifeler zuletzt den TuS Daun, dessen Trainer Markus Willems nach der Packung freimütig zugab, dass man in Bitburg nicht unbedingt gewinnen müsse. TV-Trainer Janosh Klimek machte derweil deutlich, dass sich sein Team auf dem Weg zurück in die Oberliga nicht mehr aufhalten lassen werde. „Wir wollen jetzt jeden schlagen und werden die Konzentration deshalb hochhalten“, meint Klimek selbstbewusst. Nur einmal verließen die Bitburger im bisherigen Saisonverlauf nicht als Sieger den Platz. Beim SV Urmitz setzte es im ersten Spiel dieses Jahres eine 25:29-Niederlage.

An einer derartigen Überraschung schnupperten auch die Bad Emser und Bannberscheid im Hinrundenspiel. Damals hielten sie die Partie bis drei Minuten vor Schluss beim Stand von 25:25 offen, unterlagen am Ende dann aber noch mit drei Toren Differenz. „Da haben wir gesehen, dass wir mithalten können“, weiß Schmidt. Damit das aber auch diesmal so ist, müsse die Einstellung und taktische Disziplin bei der HSG wieder eine andere sein als zuletzt in Bendorf. (WZ v. 19.02.16; Andreas Hundhammer)