HSC Schweich – HSG Bad Ems/Bannberscheid……..27 : 27 (11:12)

HSG feiert überraschenden Punktgewinn  /  Bad Ems/Bannberscheid entführt beim 27:27 einen verdienten Zähler aus Schweich – SCHWEICH. Das 27:27 (11:12) beim HSC Schweich wertete Hansi Schmidt hinterher als „Punktgewinn der Moral“.

Mathias Baldus war mit seiner Erfahrung und fünf Treffern ein Garant für den verdienten Punktgewinn der HSG Bad Ems/Bannberscheid beim heimstarken Tabellenzweiten HSC Schweich. WZ-Foto: Marco Rosbach.
Mathias Baldus war mit seiner Erfahrung und fünf Treffern ein Garant für den verdienten Punktgewinn der HSG Bad Ems/Bannberscheid beim heimstarken Tabellenzweiten HSC Schweich. WZ-Foto: Marco Rosbach.

Dabei hätte der Trainer des Handball-Rheinlandligisten HSG Bad Ems/Bannberscheid mit seinen Spielern beinahe sogar für eine noch dickere Überraschung beim Tabellenzweiten gesorgt. Bis unmittelbar vor Spielende lagen die Kombinierten aus dem Westerwald und der Kurstadt mit einem Tor vorne. Nun war es an Schlussmann Thorsten Schaust, den Sieg festzuhalten, doch gegen den sicher verwandelten Siebenmeter von Matthias Hertz zum endgültigen Ausgleich war er machtlos – was Schmidt allerdings nur bedingt wurmte. Vielmehr stellte der HSG-Coach heraus, warum der Teilerfolg an der Mosel sehr hoch zu bewerten ist. Denn bislang war es nur dem SV Urmitz gelungen, Zählbares aus Schweich mitzunehmen. Nun also auch der HSG.

Dabei sah es in der Schlussphase abermals danach aus, als würde den Bad Emsern und Bannberscheidern im Endspurt die Puste ausgehen, mit 24:26 lag das Team zurück. Doch anders als noch in etlichen Spielen in der Hinrunde drehten die Gäste diesmal den Spieß um, gingen durch drei Tore in Serie in Führung und verpassten schließlich nur hauchzart eine faustdicke Überraschung. Zuvor hatte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel entwickelt, in dem selten eine der beiden Mannschaften mit mehr als einem Tor in Führung lag. Die HSG hatte zwar spielerische Vorteile, war dem Kontrahenten nach Auffassung Schmidts allerdings körperlich „total unterlegen“. Doch die offensive 3-2-1-Deckung der Vereinigten machte sich einmal mehr bezahlt. „Wir haben sehr diszipliniert gespielt und darüber hinaus gekämpft bis zum Schluss“, zollte Schmidt seinen Schützlingen später ein Riesenlob. Dabei waren die Gäste nur mit zwölf Spielern angereist. So musste Schmidt auf die erkrankten Adrian Szary und Sven Boinski verzichten, zudem schmerzte der Ausfall von Felix Manns, der mit seiner Torgefahr immerzu für Entlastung sorgen kann und damit ein wichtiges Element im HSG-Spiel ist.

„Uns haben dadurch die Alternativen gefehlt“, beklagte Schmidt. Doch angeführt von den erfahrenen Mathias Baldus und Alexander Ulges traf die Mannschaft trotzdem in vielen Situationen die richtigen Entscheidungen und verdiente sich den Punkt redlich. Vor allem der reaktivierte Ulges glänzte mit acht Toren als bester Werfer auf Seiten der Gäste. Insbesondere in der zweiten Hälfte übernahm er in der Offensive Verantwortung und hielt die HSG mit seinen Treffern im Spiel. (WZ v. 29.02.16; Andreas Hundhammer)

HSG Bad Ems/Bannberscheid: Thorsten Schaust, Caspar Sorger – Frank Schaust (5), Max Baldus (4), Michael Schmitz (1), Johannes Berges, Paul Junker, Fabian Hering (3), Sebastian Heinz, Tim Cziesla (1), Mathias Baldus (5/1) und Alexander Ulges (8). – Zeitstrafen: 3:5.  – Spielfilm: 3:1, 4:4, 6:7, 11:12 – 14:13 14:17, 20:19, 23:23, 26:24, 26:27, 27:27.  – Zuschauer: 150.