Andreas Klute traut HSG-Reserve oberes Drittel zu

Handball-Verbandsliga Ost: Neuer Trainer gastiert mit Bad Ems/Bannberscheid II  bei Grün-Weiß Mendig – Guten Mutes geht Andreas Klute, Neu-Trainer der zweiten Garnitur der HSG Bad Ems/Bannberscheid, in die bei Grün-Weiß Mendig beginnende Runde der Handball-Verbandsliga Ost.

Der 41-jährige Kemmenauer hat sein persönliches Sabbatjahr abgeschlossen und freut sich auf seine neue Aufgabe. „Wir haben eine gute Truppe beisammen, der ich zutraue, im vorderen Drittel der Tabelle mitzuspielen.“ Die Erwartungen bei den Kombinierten sind wesentlich höher angesiedelt als im Vorjahr, als die Mannschaft nur recht wenig Erfolgserlebnisse verbuchen konnte und Stammgast am Tabellenende war. „Alle haben viel Spaß am Handball, das Team ist im Gegensatz zum Vorjahr, wie übrigens auch die dritte Mannschaft, komplett durchgemischt mit Bad Emsern und Bannberscheidern.“

Über einen festen Stamm verfügt Klute, der zur Bedingung für sein Engagement gemacht hatte, dass bei der Reserve ein geregelter Trainingsbetrieb zustande kommt. Einmal pro Woche wird bereits seit Juni gearbeitet. „Wir haben in der vergangenen Woche eine zusätzliche Einheit eingelegt, um noch einmal gewisse Abläufe einzustudieren“, so Klute, der denjenigen, die mehr machen wollen, den Weg ins Training der ersten Mannschaft empfiehlt. „Die meisten wollen eben nicht dreimal wöchentlich in der Halle stehen. Das ist okay.“ Was Klute, der früher viele Jahre auf dem Spielfeld Regie beim TV Bad Ems führte, hasst wie der Teufel das Weihwasser, ist, wenn er seinen Leuten hinterherlaufen muss, um sie für Handball zu motivieren. „Ich habe selbst wenig Zeit – und dann noch weniger Lust, am Telefon eine Mannschaft zusammenzutrommeln“, setzt Klute auf entsprechende Eigenmotivation der Spieler. Klute firmiert zwar offiziell als Spielertrainer, will aber nur bei personellen Engpässen das Trikot überstreifen.

Richtig heiß auf Handball ist nach wie vor „Alterspräsident“ Udo Helbach, der mittlerweile stolze 47 Lenze auf dem Buckel hat, aber immer noch nicht ans Aufhören denkt. Im Tor hat Klute die Qual der Wahl zwischen den erfahrenen Carsten Noll und Birk Utermark und dem jungen Luca Liguori, der altersmäßig zwar noch Jugendspieler ist, dort aber nach Abmeldung des TVBE-Teams keine Spielmöglichkeit mehr hat. Liguori gilt als großes Talent und hat schon bei der ersten Welle reingeschnuppert. Nur sporadisch werden der HSG-Reserve unterdessen Felix Dübbers – er studiert im niederländischen Maastricht – und Urmitz-Rückkehrer Max Schreiber, der demnächst seine Polizei-Ausbildung im südpfälzischen Landau beginnt, zur Verfügung stehen. Mit Schreiber und Michael Schmitz werden in Mendig gleich zwei Linkshänder urlaubsbedingt nicht mitwirken. „Das wird gleich ein richtiger Prüfstein für uns. Sie haben gute Jungs mit gutem Niveau in ihren Reihen, die unsere erste Mannschaft in einem Testspiel richtig gefordert haben“, fährt Klute mit gedämpften Erwartungen in die Eifel. „Wir sind aber physisch stark und werden alles versuchen, eine starke Abwehr zu stellen.“ (WZ v. 17.09.16; Stefan Nink)