HSG hat keine Lust auf Abhängigkeit von anderen Vereinen – Mit der erfreulichen Bilanz von bisher 9:7 Zählern haben die Handballer der HSG Bad Ems/Bannberscheid im Kalenderjahr 2016 ihre Anwartschaft, auch in der kommenden Saison Anspruch auf einen der begehrten Plätze in der Handball-Rheinlandliga erheben zu dürfen, nachhaltig bekräftigt.
Größtes Problem bei der Aufholjagd und dem Marsch vom Tabellenende in einstellige Sphären der höchsten Verbandsklasse ist für HSG-Trainer Hansi Schmidt und seine Jungs der überaus zerklüftete Spielplan, der den Teams zuletzt eine vierwöchige Pause auferlegte, in der Wettkampfpraxis somit nicht gesammelt werden konnte. „Die Ansetzungen des Verbandes sind nicht gut. Dass uns das aufgrund unseres gezeigten Aufwärtstrends nicht in die Karten spielt, dürfte jedem klar sein“, blickt Schmidt vor dem Endspurt der Runde gespannt darauf, wie sich die nicht übermäßige Zahl an Trainingseinheiten in dieser Phase auswirkt.
Zum letzten Auswärtsspiel der Runde gastieren die Kombinierten aus der Kurstadt und dem Westerwald-Dörfchen am Samstagabend ab 19.30 Uhr in der Schulsporthalle in Rhaunen beim starken Aufsteiger SG Gösenroth/Laufersweiler, für den als Tabellenvierter Abstiegskampf in dieser Runde ein Fremdwort ist. Schmidt: „Sie stehen jenseits von Gut und Böse.“
Die SG, die Schmidt zuletzt bei deren Gastspielen in Welling und Urmitz unter die Lupe genommen hat, verfügt über eine junge, athletische Mannschaft, die technisch und taktisch gut ausgebildet ist und Vollgas gibt: „Das wird für uns eine echte Herausforderung.“ Vor allem gilt es für die HSG, die Kreise der beiden Gösenrother „Kanoniere“ Heinrich Löwen (bisher 145 Tore) und Anton Domaschenko (132) einzuengen und damit die Gefahr für das eigene Gehäuse zu minimieren.
Auf seiner persönlichen Rechnung der beiden noch ausstehenden Begegnungen stehen noch drei Punkte. Denn Schmidt will partout nicht davon abhängig sein, wer aus der Süd-Staffel der dritten Liga in die RPS-Oberliga absteigt (SV 64 Zweibrücken, TSG Haßloch), aus selbiger runter in die Rheinlandliga muss (HSG Kastellaun/Simmern, HV Vallendar) oder ob sich Meister TV Bitburg in der erstmals anberaumten Aufstiegsrunde zur Oberliga gegen die Titelträger aus der Pfalz, Rheinhessens und dem Saarland durchsetzt. „Unser Fokus liegt ganz klar auf unseren beiden restlichen Spielen“, so Schmidt. (WZ v. 15.04.16; Stefan Nink)











