Herren I

HSV Rhein-Nette II – TuS Bannberscheid
20 : 22 (13:11)

Bannberscheid zittert sich zum Sieg/ TuS läuft in Andernach lange Zeit einem Rückstand hinterher.
Andernach/Bannberscheid. „Das war nichts für schwache Nerven“, bilanzierte Trainer Christian Mäncher vom Handball-Verbandsligisten TuS Bannberscheid nach dem 22:20 (11:13)-Zittersieg seiner Mannschaft beim Aufsteiger HSV Rhein-Nette II.

Bis zur 48. Minute liefen die Bannberscheider stets einem Rückstand hinterher, ehe sie zum 17:17 ausgleichen und dann in der 53. Minute mit 19:18 erstmals in Führung gehen konnten. In der Endphase machte Fabian Hering, der mangels eines Linkshänders auf die Rechtsaußenposition rücken musste, mit dem Treffer zum 22:20 den knappen Auswärtssieg perfekt. Der personell arg gebeutelte TuS agierte über weite Strecken der Begegnung sehr nervös und leistete sich insgesamt 20 Fehlversuche. „Das ist schon sehr viel“, bilanzierte Mäncher, der indes mit der Abwehrleistung seiner Schützlinge sehr zufrieden war. „Aber im Angriff lief halt vieles schief. Wir haben derzeit keinen Linkshänder zur Verfügung und sind daher leicht auszurechnen. Ich hätte wechseln müssen, konnte aber nicht, weil derzeit noch die Alternativen fehlen.“

So hielt die junge, eingespielte HSV-Mannschaft die Begegnung bis zum Ende offen. Die Garanten für den knappen Bannberscheider Erfolg waren letztlich Torwart-Routinier Karl-Heinz Sabel, der beim Stand von 20:19 einen von zwei Siebenmetern hielt, sowie Kreisläufer Marcel Gläßer mit neun und Nils Becker mit sechs Treffern. Becker erzielte vier davon in der ersten Viertelstunde. Als sich die HSV-Abwehr auf ihn konzentrierte, gab es mehr Freiraum für Gläßer, den dieser sehr gut nutzte. (WZ v. 09.09.13;gh)

TuS Bannberscheid: Karl-Heinz Sabel, David Pilgenröther – Tom Große-Heilmann, Max Baldus (2), Fabian Hering (2), Nils Becker (6), Eike Weinberg, Christian Klapthor (3/1), Alexander Ritz und Marcel Gläßer (9).