Hansi Schmidt: Das Kellerduell ist kein Endspiel – Die Form spricht für die Gastgeber / BANNBERSCHEID. Richtungsweisender könnte ein Spiel kaum sein. Am Sonntag, 17 Uhr, treffen in der Handball-Rheinlandliga die HSG Bad Ems/Bannberscheid und der TuS Weibern in Wirges aufeinander.
Wenn das Schlusslicht im Westerwald beim Vorletzten zu Gast ist, kann eine Vorentscheidung im Abstiegskampf fallen. Doch davon möchte Hansi Schmidt, der Trainer der HSG, nichts wissen: „Das ist zweifelsohne ein wichtiges Spiel, aber es ist noch kein Endspiel.“

Wenn es nach der Form der beiden Kontrahenten geht, sind die Bad Emser und Bannberscheider im Vorteil. Nach einem guten Auftritt gegen den Tabellenführer aus Bitburg (26:28) folgte ein Punktgewinn gegen den Zweiten in Schweich (27:27). „Die Stimmung bei uns ist gut, wir haben uns zuletzt gut geschlagen“, sagt Schmidt. Weibern hingegen verlor gegen den ebenfalls gegen den Abstieg kämpfenden TuS Daun knapp und kassierte eine 22:34-Klatsche bei der SG Gösenroth/Laufersweiler.
Doch die Eifeler haben diese Woche die Reißleine gezogen und hoffen auf einen Effekt durch einen Trainerwechsel: Nur vier Tage vor der wichtigen Begegnung trennte sich der TuS Weibern von seinem Übungsleiter Jan Reuland. Für ihn übernimmt der bisherige Co-Trainer Udo Brust. Dass das ein Faktor vor dem Duell sein kann, ist dem HSG-Coach egal. „Ob das nun ein Vor- oder Nachteil ist, damit beschäftige ich mich nicht so sehr. Wir schauen weiterhin nur auf uns“, erklärt Schmidt.
Gegen die Konkurrenz aus der oberen Tabellenregion erwies sich die Taktik der Westerwälder und Kurstädter als effektiv. Weil nun aber ein vermeintlich weniger spielstarker Gegner kommt, liegt eine andere – offensivere – Spielweise auf der Hand. Nicht aber für Schmidt. „Ich glaube nicht, dass wir etwas ändern müssen. Wie man gesehen hat, kann unsere Herangehensweise Erfolg bringen“, sagt der HSG-Trainer und ergänzt: „Wichtig ist, dass wir unsere Leistung abrufen und diese möglichst 60 Minuten lang durchbringen. Dann haben wir die Chance, jeden Gegner in dieser Klasse zu schlagen.“ Nur noch fünf Spiele haben die Kombinierten Zeit, um der Abstiegszone zu entkommen. Wie groß diese letztendlich sein wird, hängt von mehreren Faktoren ab. (WZ v. 04.03.16; Fabian Strunk)










