Die HSG macht zu viele Fehler / Handball-Rheinlandliga: Bannberscheider und Bad Emser verlieren gegen Urmitz / WIRGES. Die höhere Fehlerquote führte zur 29:31 (16:18)-Heimpleite der HSG Bad Ems/ Bannberscheid gegen den SV Urmitz. In der mit 170 Zuschauern sehr gut gefüllten Sporthalle in Wirges hielt die HSG den Gegner lange Zeit auf Schlagdistanz.
Die erste Halbzeit bot gelungene Kombinationen auf beiden Seiten mit vielen freien Würfen, bei denen die Torhüter keine Abwehrmöglichkeit hatten. Besonders das Unterzahlspiel der Urmitzer war sehr erfolgreich. Vier Tore wurden in der ersten Hälfte mit einem Spieler weniger auf dem Feld erzielt. Die Gäste behaupteten zunächst ihre knappe Führung und setzten sich beim 14:10 zum ersten Mal ab. Die von HSG-Trainer Hansi Schmidt georderte Auszeit zeigte Wirkung, beim Pausenstand von 16:18 war die Partie wieder offen.
Der SVU kam mit Schwung aus der Kabine und beanspruchte beim 24:19 zum ersten Mal einen 5-Tore-Vorsprung. Beim 23:28 aus Sicht der HSG eine Viertelstunde vor Schluss schien die Niederlage besiegelt. Eine Abwehrumstellung sorgte dann doch noch einmal für Spannung. Urmitz agierte hektisch und leistete sich mehrere technische Fehler. Hinzu kam eine Leistungssteigerung von Thorsten Schaust im Tor der HSG. Er parierte einen Siebenmeter und zwei freie Abschlüsse. Die Hausherren kamen zu einfachen Gegenstoßtoren und beim 27:28 durch den starken Rechtsaußen Frank Schaust sechs Minuten vor dem Spielende waren die Zuschauer aus dem Häuschen. Jetzt war es das Heimteam, das sich Ballverluste leistete und damit Urmitz zu zwei schnellen Toren einlud. Beim 27:30 war die Partie dann entschieden.
Hansi Schmidt erkannte die vielen Fehler als den Grund für die erneute Niederlage: „Wir sind das ganze Spiel einem Rückstand hinterhergelaufen. Die Umstellung in der Abwehr eine Viertelstunde vor Schluss hat gefruchtet und am Ende wäre sogar noch mehr drin gewesen. Wir haben wieder einmal zu viele Chancen liegen gelassen und individuelle Fehler gemacht. Wie in vielen anderen Spielen waren wir auf Augenhöhe mit unserem Gegner, leider stehen wir wieder mit leeren Händen da.“ Gäste-Trainer Werner Klöckner war froh: „Nach einem konzentrierten Start haben wir Mitte der zweiten Hälfte gegen die offensivere Abwehr den Faden verloren und den Gegner durch eigene Fehler stark gemacht. Herausheben möchte ich die Leistung von Kalani Schmidt, der viel Verantwortung übernommen hat, und Dominik Reimer für seine hervorragende Abwehrleistung. Wir haben die jüngste Mannschaft der Rheinlandliga, da steht noch viel Arbeit an, aber es ist gut, dass wir auch diese engen Spiele gewinnen können.“
Bad Ems/Bannberscheid belegt nach dieser Niederlage mit drei Punkten weiterhin den vorletzten Tabellenplatz und steht in den nächsten beiden Spielen gegen Gösenroth und in Daun unter Zugzwang. (WZ v. 23.11.15; Martin Langen)
HSG Bad Ems/Bannberscheid: Thorsten Schaust, Matthias Berges – Max Baldus (4/2), Felix Manns (8/2), Frank Schaust (7), Paul Junker (1), Martin Baldus (1), Fabian Hering (3), Michael Schmitz (1), Mathias Baldus (3) und Christian Klapthor (1). SV Urmitz: Löscher, Flöck – Reimer (2), Kalani Schmidt (8), Nils Becker (4), Acar (3), Pitzen (5), Häring (7/3), Backes (2).
Zeitstrafen: 1:4. Spielfilm: 2:2, 6:9, 10:14, 13:16, 16:18 – 18:20,19:24, 23:28, 27:28, 29:31. Zuschauer: 170. Nächste Aufgabe für die HSG: am Samstag, 5. Dezember, 19.30 Uhr, in Bad Ems, gegen SG Gösenroth/Laufersweiler.










