Vorbericht: HSG Bad Ems/Bannberscheid – SV Urmitz

Trainer Hans Schmidt fordert gegen den Tabellendritten eine konzentrierte Leistung seiner Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute / Bad Ems. Hansi Schmidt weiß, was auf sein Team zukommt. „Wir erwarten eine der stärksten Mannschaften der Rheinlandliga“, sagt der Trainer der HSG Bad Ems/ Bannberscheid vor dem Duell seiner Handballer mit dem SV Urmitz, das am Sonntag um 17 Uhr in Wirges angepfiffen wird. Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht, dass sich die Bad Emser und Bannberscheider in der Tat strecken müssen, um eine Erfolgs-Chance zu erhalten: Selbst als Tabellenzehnter auf dem vorletzten Platz stehend, empfangen sie einen Gegner, der als Dritter nach oben schaut – mit bisher vier Siegen und zwei Niederlagen (Bad Ems/Bannberscheid: ein Sieg, ein Unentschieden, fünf Niederlagen).

Konstanz ist die Voraussetzung
Ungeachtet dessen sieht Schmidt durchaus gute Aussichten, für eine Überraschung zu sorgen – wenn es sein Team schafft, einen konstanten Auftritt hinzulegen. Daran haperte es zuletzt immer wieder, wie der Trainer regelmäßig analysieren musste. „Mal haben wir uns zu Beginn einer Partie eine Schwächephase geleistet, mal hat es am Ende nicht mehr gepasst. Wir müssen unser Spiel aber mal 60 Minuten lang durchbringen, unsere Philosophie durchziehen“, betont Schmidt, der weiß: „Das funktioniert nur über ein gewisses Maß an Disziplin bis zum Schluss.“
Und damit meint der Trainer nicht die Bereitschaft, über die komplette Distanz alles zu geben. „Die Einstellung hat in allen Spielen gestimmt“, sagt Schmidt. Die Taktik, die sich die HSG im Vorfeld zurechtlegt, sollen die Spieler verinnerlichen und dann ohne Schnörkel anwenden – das ist die Vorgabe in Bad Ems und Bannberscheid. Schmidt: „Wir dürfen uns nicht zu viele einfache Fehler erlauben.“

Mit einem Blick auf das Potenzial, das den Urmitzern zur Verfügung steht, verdeutlicht Schmidt, warum gerade in dieser Partie ein stringenter Auftritt notwendig sein wird: „Sie haben starke Außenspieler, auch im Rückraum sind sie sehr gut besetzt.“ Hinzu kommt, dass mit Max Schreiber ein Bad Emser sowie Schmidts Sohn Kalani und Nils Becker zwei Bannberscheider in Urmitz spielen. Das verleiht der Partie besondere Brisanz.
Die Urmitzer zeichnet aus, dass sie von Beginn an ein hohes Tempo gehen, in der Lage sind, dieses durchzuziehen und mit Fehlern des Gegners umgehen können. „Bei Ballverlusten oder unvorbereiteten Torabschlüssen werden sie sofort da sein und das mit schnellen Gegenstößen bestrafen. Das müssen wir verhindern“, untermauert Schmidt, der Fehlpässe damit für Sonntagabend auf den Index setzt.

So wie gegen Bassenheim spielen
Auf die Abwehr der Kombinierten wird es besonders ankommen. „Sie muss die individuelle Klasse des Gegners in den Griff bekommen. Dafür ist eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig.“ Schmidt schwebt ein Spiel vor wie beim 24:20 gegen den TV Bassenheim am 20. September, dem bisher einzigen Saisonerfolg der vor dieser Spielzeit neu ins Leben gerufenen Kombinierten. Beim Versuch, Sieg Nummer zwei einzutüten, werden Felix Manns und Martin Baldus fehlen. Beide Akteure sind aufgrund beruflicher Verpflichtungen nicht mit von der Partie. (WZ v. 21.11.15; Christoph Erbelding)