HSG Bad Ems/Bannberscheid – TV Bitburg……..26 : 28 (12:11)

Eine gute Halbzeit reicht gegen Primus nicht  /  Bad Ems/Bannberscheid unterliegt TV Bitburg knapp – Aufholjagd kommt zu spät  /  BAD EMS. Die HSG Bad Ems/Bannberscheid hielt in der Handball-Rheinlandliga nur eine Halbzeit mit Tabellenführer TV Bitburg mit.

Durch die 26:28 (12:11)-Niederlage vergrößerten sich die Abstiegssorgen der HSG. Für beide Seiten stand viel auf dem Spiel. Das Heimteam erhoffte sich wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg, die favorisierten Gäste durften sich als Tabellenführer gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte keinen Ausrutscher erlauben. Dementsprechend nervös agierten beide Teams zu Beginn der Partie. Das erste Tor fiel erst nach knapp fünf Minuten für die Gastgeber, die die Anfangsviertelstunde bestimmten. An der aggressiven Abwehr der HSG bissen sich die Bitburger die Zähne aus und im Angriff wurde durch viele Übergänge Unordnung in die Reihen der Gäste gebracht. Hinzu kam ein außergewöhnliches Tor des HSG-Keepers Thorsten Schaust, dessen verunglückter Gegenstoßpass zwischen den Beinen des aus seinem Tor herausgeeilten André Legenhausen hindurch ins Tor rollte. Bitburgs Trainer Janosz Klimek reagierte nach 15 Minuten auf den 5:9-Rückstand seines Teams und nahm die erste Auszeit. Die Bierstädter kämpften sich wieder heran und waren zum Pausenpfiff beim 11:12 wieder in Schlagdistanz.

Kaum ein Durchkommen für die HSG Bad Ems/Bannberscheid: Michael Schmitz, hier bedrängt von zwei Bitburger Spielern, musste sich mit drei Treffern begnügen. WZ-Foto: Marco Rosbach.
Kaum ein Durchkommen für die HSG Bad Ems/Bannberscheid: Michael Schmitz, hier bedrängt von zwei Bitburger Spielern, musste sich mit drei Treffern begnügen. WZ-Foto: Marco Rosbach.

In der zweiten Hälfte zeigten die Bitburger, warum sie an der Spitze der Tabelle stehen. Schnell wurde der Pausenrückstand gedreht, bedingt durch viele technische Fehler und überhastete Abschlüsse aufseiten der Hausherren, die die Gäste gnadenlos ausnutzten. Beim Stand von 15:19 nahm HSG-Trainer Hansi Schmidt seine Auszeit, doch sein Team bekam keine Struktur mehr in sein Spiel. In dieser Phase sorgte vor allem Sven Lauer mit seinen Toren dafür, dass sich Bitburg immer weiter absetzte. Zehn Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung der Bitburger sogar acht Tore (27:19). Dann schlich sich der Schlendrian beim Favoriten ein und ermöglichte den Gastgebern einen Sechs-Tore-Lauf bis zum 25:27. Die Aufholjagd kam aber zu spät, Stefan Steinbach machte mit dem Treffer zum 28:25 alles klar.

Hansi Schmidt machte die schwache Phase nach der Pause als Grund für die Niederlage aus: „Zwischen der 30. und 50. Minute haben wir nachgelassen. In der ersten Halbzeit haben wir genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Danach haben wir viele Bälle unnötig verloren und zu hektisch abgeschlossen. Es waren wieder mal unsere eigenen Fehler, die den Gegner stark gemacht haben. Heute war sicher mehr drin, aber gegen den Spitzenreiter musst du über die kompletten 60 Minuten eine Top-Leistung abrufen. Das ist uns nicht gelungen.“ Da bis auf Bassenheim alle direkten Konkurrenten gegen den Abstieg ihre Spiele verloren, bleibt die HSG vor der schweren Auswärtsaufgabe beim Zweiten in Schweich mit sieben Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. (WZ v. 22.02.16; Martin Langen)

HSG Bad Ems/Bannberscheid: Thorsten Schaust (1), Caspar Sorger – Max Baldus (2), Frank Schaust (2), Michael Schmitz (3/1), Johannes Berges, Paul Junker (3), Fabian Hering (2), Daniel Enke (3), Tim Cziesla, Mathias Baldus (7), Sven Boinski, Adrian Szary (1) und  Alexander Ulges (2). – Zuschauer: 150. Siebenmeter: 3/1:2/2. Zeitstrafen: 2:2. Spielfilm: 2:2, 4:2, 9:5, 12:11 – 12:13, 16:21, 19:27, 25:27, 26:28.