HSG Irmenach/Kleinich/H. – TuS Bannberscheid … 29 : 25 (13:10)

Rheinlandliga/Frauen

Irmenach hängt Bannberscheids Frauen ab / TuS verliert das Spitzenspiel und hat im Titelrennen jetzt schlechte Karten. KLEINICH. Sechs Spiele stehen noch aus, klar. Das Titelrennen ist für Daniela Lehmler, Trainerin der Rheinlandliga-Handballerinnen des TuS Bannberscheid, aber schon jetzt entschieden. „Das war’s wohl in Sachen Meisterschaft“, sagte sie nach der 25:29 (10:13)-Niederlage im Spitzenspiel der zweitplatzierten Westerwälderinnen bei der ambitionierten HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch. „Schade, wir hätten gerne den Titel geholt, schließlich spielen wir in der Rheinlandliga schon seit Jahren vorne mit.“

Dass es Bannberscheid nur um die Meisterschaft, nicht aber um den Aufstieg geht, wollten die Verantwortlichen im Hunsrück im Vorfeld nicht so recht glauben – was Lehmler ganz und gar nicht verstehen konnte. „Sie sollten sich überlegen, warum wir damals freiwillig aus der Regionalliga gegangen sind. Wir haben weder die Mittel noch den Unterbau, um weiter oben zu spielen“, betonte die TuS-Trainerin. Nach der Niederlage, die Lehmler als nicht unverdient, aber auch ein bisschen unglücklich einstufte, hat Bannberscheid drei Punkte weniger auf dem Konto. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass da noch etwas passiert.“ Letztlich entscheidend war für die erfahrene Übungsleiterin, „dass Irmenach mehr gewollt und insgesamt vielleicht mehr gegeben hat“. Einen allzu großen Unterschied habe sie aber nicht ausgemacht. In der ersten Halbzeit boten beide Mannschaften den Zuschauern einen heißen Handballkampf, in dem niemand frühzeitig ins Hintertreffen geraten wollte. Nach 1:3-Rückstand fanden die Gäste besser ins Spiel, trafen dreimal in Folge – das 4:3 blieb aber ihre einzige Führung in der gesamten Partie. Bis zur 26. Minute blieb das Geschehen absolut ausgeglichen, ehe Irmenach die etwas nachlässige Abwehrarbeit des TuS bestrafte und auf 13:10 erhöhte. Nach der Pause geriet Bannberscheid früh in Unterzahl – was der Spitzenreiter bestrafte und sich auf 15:10 absetzte. „Ich dachte, das wäre die Entscheidung“, sagte Lehmler. „Aber meine Mannschaft hat sich nicht aufgegeben und toll gekämpft.“ Die Gäste kamen wieder ran, Eva Eichmann verkürzte per Siebenmeter gar auf 16:17 (42.). Die Wende gelang ihnen aber nicht mehr. „Unser großes Manko war, dass wir im Rückraum schwächer waren und unsere Chancen nicht konsequent genutzt haben“, so Lehmler. (WZ v. 10.02.14; Marco Rosbach)

TuS Bannberscheid: Sylvia Sonntag – Marie Kohns, Melanie Knapp (6), Eva Eichmann (14/7), Melanie Gerlach, Jenny Klima (1), Andrea Lischtschuk, Ilka Reichmann, Elena Haberstock (2), Julia Elsen (2), Natalie Cusenza und Betreuer Christian Schmidt.