HSG Kastellaun/Simmern – JSG Bannberscheid/Bad Ems……..19 : 19 (10:10)

Remis im Topspiel – Tabellenführung verteidigt  –  Mit ihrer bisher besten Saisonleistung erkämpfte sich die weibliche A-Jugend der JSG Ahrbach/ Bannberscheid in der Handball-Rheinlandliga einen verdienten Punkt im Hunsrück.

In den letzten zwei Trainingswochen hatte man sich intensiv auf das starke Team des Tabellenzweiten HSG Kastellaun/Simmern vorbereitet und ging dementsprechend hoch motiviert in die Partie. Leider merkte man den JSG-Spielerinnen des Trainer-Teams Elena Haberstock und Dario Lehmler anfangs ihre Nervosität an, sodass man schnell mit 0:5 in Rückstand geriet. Aber wie schon Ende Oktober in Andernach gegen Rhein-Nette II war es eine frühe Auszeit, die einen Wandel herbeiführte: Die Westerwälderinnen legten danach jede Nervosität ab und brachten endlich das auf die Platte, was sie können. Die vermeintlich stärkste HSG-Spielerin wurde von Beginn an in Manndeckung genommen; eine Maßnahme, die nun fruchtete! Anna-Lina Kunz schaffte es über die komplette Spieldauer, die gefährliche Rückraumakteurin aus dem Spiel zu nehmen, was dazu führte, dass den Gastgeberinnen langsam aber sicher die Ideen ausgingen und die JSG immer näher heran kam (5:1, 7:3, 7:5, 10:9).

Ebenfalls Wirkung zeigte in dieser Phase die Hereinnahme von Bruna Adzija, die immer wieder Lücken in den Deckungsverband der HSG riss, die dann auch (besonders hervorzuheben sind hier die sehr treffsicheren Außen Joana Wagner und Jasmina Draganovic) konsequent genutzt wurden und den Kombinierten aus dem Westerwald den lang ersehnten und hochverdienten Ausgleich zum 10:10-Pausenstand bescherten. „Mit ein wenig mehr Glück im Abschluss (vier Pfostentreffer allein in Halbzeit eins) wäre hier bereits eine Führung drin gewesen, lebten die Gastgeberinnen die letzten 20 Minuten doch nur noch von ihrem 5-Tore-Polster aus der Anfangsphase“, stellte Dario Lehmler in einem ersten Resümee vor dem Seitenwechsel fest. In der Kabine gab es dann von den JSG-Trainern im Grunde nicht viel zu sagen, außer, dass man auf keinen Fall nachlassen durfte, um sich für die bis hierhin schon starke Leistung auch am Ende zu belohnen.

Enorm umkämpft, spannend und auf hohem Niveau ging es im zweiten Durchgang weiter. Nach hektischen zehn Minuten war es Lea Serwas mit ihrem Treffer zum 14:13, die die erste Führung für die JSG erzielen konnte, doch leider gelang es den Westerwälderinnen nicht, das Spiel jetzt zu beruhigen, ebenso wenig wie den mit der Leitung dieser Partie meist überforderten Unparteiischen. Beim 16:15 war dann die Hunsrück-HSG wieder mit einem Tor vorne, als Elisabeth Pötzsch, einzige Torfrau der JSG, nach einem unglücklichen Kopftreffer mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausscheiden musste. Von diesem Zeitpunkt an hütete Feldspielerin Katharina Sonntag, die mit der ein oder anderen Parade glänzen konnte, das JSG-Tor. Ein Rückraumkracher von Lisa Schönberger zum 18:17 (57.) läutete dann aber die an Dramatik nur schwer zu überbietende Schlussphase ein: Über den Stand von 18:18 (58.) gelang der JSG mit dem 19:18 (59.) das zweite Mal in dieser Partie die Führung. Die Abwehr sah sich nun dem letzten Angriff der Kastellauner gegenüber, der trotz drohendem Passivspiel mit dem 19:19-Ausgleich (60.) endete.

10 Sekunden waren nun noch auf der Uhr, als die JSG-Trainer ihre Auszeit nahmen und den letzten Spielzug ansagten. Mit diesem gelang es den Gästen zwar, sich einen zugegeben äußerst fragwürdigen Siebenmeter zu erarbeiten, doch leider sorgte diese letzte Aktion des Spiels nicht für den Siegtreffer, und die Partie endete mit einem leistungsgerechten 19:19-Remis. „Die Mädels können heute sehr stolz auf sich sein“, so Elena Haberstock nach der Partie. „Jede Spielerin hat heute an der Leistungsgrenze gespielt“, und ihr Kollege Dario Lehmler ergänzte: „Der Sieg war zwar möglich, wäre jedoch enorm glücklich gewesen. Wir haben super gekämpft und sind sehr geschlossen aufgetreten, was auch durch die ausgewogene Torschützenliste repräsentiert wird.“ (dl/rh)

Für die JSG Ahrbach/Bannberscheid waren im Einsatz: Elisabeth Pötzsch (Tor) – Johanna Wolf, Joana Wagner (5), Hannah Müller (1), Sophie Ruckes, Bruna Adzija (3), Lisa Schönberger (3), Anna-Lina Kunz (3), Katharina Sonntag, Lea Serwas (2), Jasmina Draganovic (3) und Lara Schaaf.