HSV Rhein-Nette II – JSG Ahrbach/Bannberscheid………20 : 20 (11:9)

Ersatzgeschwächte JSG-Mannschaft erkämpft sich einen Punkt in Andernach
  –  Denkbar ungünstig standen die Vorzeichen für die dritte Partie der weiblichen A-Jugend in der Handball-Rheinlandliga: Nachdem sich Torgarant Hannah Schlapp im Training eine Verletzung an der Hand zugezogen hatte, mussten die JSG-Trainer Elena Haberstock und Dario Lehmler auch auf Bruna Adzija, Hannah Müller (Krankheit), Lea Schenk, Lara Schaaf (privat verhindert) und Kreisläuferin Katharina Sonntag (Bänderverletzung) verzichten. Erfreulicherweise erklärten sich drei Mädels des B-Jugend-Teams bereit, mit zum Spiel in Andernach zu fahren.

Den Start gegen die HSV Rhein-Nette II verschlief die JSG Ahrbach/Bannberscheid völlig. Mangelnde Einstellung zum Spiel, einfache Ballverluste und fehlende Laufbereitschaft in der Abwehr sorgten dafür, dass die JSG-Trainer bereits nach 5 Minuten die grüne Karte für eine Auszeit auf den Tisch legen mussten. Nach einer deutlichen Ansprache verbesserte sich die Mannschaft aber jetzt in nahezu allen Belangen, kämpfte sich Tor um Tor heran und stellte sich in der Abwehr um die jetzt stark agierende Jasmina Draganovic nach und nach effektiver auf die einschläfernden Angriffe der Gastgeberinnen ein. So ging in der Schlussphase der ersten Halbzeit fast kein Angriff der HSV’ler mehr ohne passives Vorwarnzeichen zu Ende. An die Stelle fehlender Konzentration trat für die JSG nun jedoch das Pech: Immer wieder waren es Verzweiflungswürfe der HSV, die, oft abgefälscht, den Weg an Elisabeth Pötzsch vorbei ins Tor der JSG fanden. Hinzu kam dann auch noch eine enorm gut aufgelegte Gastgebertorfrau, die unter Anderem zwei Siebenmeter entschärfen konnte. Doch trotzdem an diesem Tag alles gegen sie zu laufen schien, konnten die Kombinierten aus dem Westerwald ihren Rückstand bis zur Pause auf 11:9 verkürzen.

Der zweite Durchgang sollte es dann noch einmal in sich haben! Die JSG-Trainer fanden in der Pause offenbar die richtigen Worte, denn nach einem Blitzstart lag man bereits nach nur drei Minuten nach Wiederanpfiff schnell mit 12:11 in Front. Von diesem Zeitpunkt an wechselte die Führung in dieser jetzt ansehnlichen Rheinlandligapartie ständig. Die Abwehr der JSG stand nun zwar, wie schon in den ersten Saisonspielen, sicher, aber im Angriff scheiterte man weiter zu oft an der Torfrau der Andernacher. So war beim Stand von 16:16 weiterhin noch alles offen. In dieser umkämpften Begegnung bewies die B-Jugendspielerin Maresa Müller starke Nerven und versenkte zwei Siebenmeter, einen davon technisch perfekt als Leger. Leider konnte im weiteren Verlauf auch der Treffer von Anna-Lina Kunz zur 18:16-Führung keine Entscheidung herbeiführen, denn dem HSV gelang erneut der Ausgleich (18:18).

Beim Stand von 20:20 eroberte sich die JSG den Ball und nahm eine gute Minute vor Schluss die Auszeit. Klare Vorgabe war es nun, einen möglichst langen Angriff mit einem Tor abzuschließen. Dieser dauerte dem sehr gut leitenden Schiedsrichter Torsten Dötsch jedoch etwas zu lang: Er entschied 30 Sekunden vor Schluss völlig zu Recht auf passives Spiel, und Rhein-Nette kam noch zu einem letzten Angriff. Die JSG-Spielerinnen aber wollten sich diesen hart erkämpften Punkt jedoch nicht mehr nehmen lassen: Den letzten Wurf des Spiels konnte Elisabeth Pötzsch sehenswert parieren. „Wer auswärts so katastrophal startet wie wir heute, muss mit dem Punkt mehr als zufrieden sein“, so JSG-Trainerin Elena Haberstock nach der Partie. „Im Normalfall verliert man solche Spiele, gerade gegen die traditionell unbequem zu spielende HSV Rhein-Nette“, ergänzte ihr Trainerkollege Dario Lehmler, der noch ein Sonderlob an die B-Jugendspielerinnen verteilte: „Carla Alberto musste als einzige Kreisläuferin nach dem Ausfall von Sophie Ruckes 40 Minuten durchspielen und hat ihre Aufgabe ebenso stark gemeistert wie Maresa Müller, die in der wichtigsten Phase Verantwortung übernahm und dreimal traf.“ (dl/rh)

Für die JSG Ahrbach/Bannberscheid spielten: Elisabeth Pötzsch – Lisa Schönberger (2), Johanna Wolf, JoanaWagner (3), Sophie Ruckes, Carla Alberto, Anna-Lina Kunz (6), Maresa Müller (3/2), Lea Serwas (5), Jasmina Draganovic (1) und Lara Serwas.