Rheinlandliga: Bad Emser und Bannberscheider gastieren beim TuS Weibern

Der Vorletzte wird genauso schwer wie der Zweite / Bad Ems. Für die Handballer der HSG Bad Ems/Bannberscheid geht es in der Rheinlandliga darum, den Blick nach vorn zu richten – und nicht zurück. Die jüngsten Resultate sollen keine Rolle mehr spielen, wenn die Kombinierten aus dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Westerwald am Samstag um 19.30 Uhr beim TuS Weibern antreten.

„Wir gehen die Begegnung hoffnungsvoll und mit neuem Mut an“, betont Hansi Schmidt, der Trainer der Kombinierten, lässt dabei aber offen, worauf die Aufbruchstimmung bei seinem Team fußt. Nur eines ist klar: Die zuletzt beendeten Partien haben bei der zu dieser Saison neu ins Leben gerufenen Spielgemeinschaft nur bedingt Anlass zur Zuversicht gegeben.

Zwei knappe Niederlagen haben sich die Bad Emser und Bannberscheider unlängst eingehandelt – ein 25:28 in Bitburg und ein 25:27 gegen den HSC Schweich. Dazwischen lag eine knapp einen Monat andauernde Spielpause, sodass die Eindrücke aus dem Schweich-Spiel ganz klar überwiegen – eine Partie, in der die HSG einen möglichen Sieg fast schon auf den Weg gebracht hatte, um dann allerdings doch noch einen Drei-Tore-Vorsprung zu verspielen. Schmidt setzt nun auf den Lerneffekt aus diesem Negativerlebnis, der vierten Niederlage in dieser Saison, der bisher nur ein Sieg gegenübersteht. „Ich hoffe, die Spieler haben es verstanden und aus den beiden knappen Niederlagen gelernt. Ich möchte erkennen, dass wir uns in allen Mannschaftsteilen weiterentwickeln und den nächsten Schritt machen“, untermauert der Trainer und gibt zur zuletzt an den Tag gelegten Verfassung zu Protokoll: „Wir treten auf der Stelle.“

Im Gastspiel in der Eifel wird es nun darum gehen, „geduldig und zielgerichtet zu spielen“, glaubt Schmidt zu wissen. Der TuS Weibern ist noch ein wenig schlechter gelistet als die drittletzten Bad Emser und Bannberscheider, hat bisher einen Sieg geholt und belegt den vorletzten Rang. Schmidt ist sich dennoch sicher, „dass es nicht leichter wird als gegen Schweich“. Dabei belegt der bis dato letzte Gegner seines Teams Platz zwei, bewegt sich demnach in anderen Gefilden – und musste sich dennoch gehörig strecken, um in Bad Ems zu siegen.

Schmidt nimmt das nicht zum Anlass, seine Akteure vor der wichtigen Auswärtspartie in eine Favoritenrolle zu hieven: „Ich erwarte einen Gegner auf Augenhöhe.“ Denn: „Auch Weibern hat die letzten drei Spiele jeweils nur knapp mit zwei Toren verloren.“Christoph Erbelding
Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Freitag, 13. November 2015