30 eigene Treffer reichen nicht für Zählbares – HSG Bad Ems/Bannberscheid unterliegt in Bendorf mit 30:35 / BENDORF. Nach zwei Siegen zum Jahresauftakt gab es für die Handballer der HSG Bad Ems/Bannberscheid in der Rheinlandliga wieder mal eine Niederlage. Bei der Turnerschaft Bendorf setzte es für die Mannschaft von Trainer Hansi Schmidt ein 30:35 (14:14).

In Anbetracht der Flut an Gegentoren zeigte sich Schmidt insbesondere mit der taktischen Disziplin seines Teams in der Defensive nicht einverstanden: „Allein 21 Gegentore in der zweiten Halbzeit sind einfach zu viel“, monierte der Trainer. Bislang kassierten die Kombinierten in dieser Saison nur beim 31:36 in Weibern mehr Gegentreffer. Immerhin: Mit dem TuS Daun (22:36 in Bitburg), dem TV Bassenheim (24:26 in Irmenach) und dem TV Welling (26:27 gegen Urmitz) gingen auch die unmittelbaren Konkurrenten diesmal leer aus. Dabei sah es lange Zeit gar nicht so schlecht aus für die Bad Emser und Bannberscheider, die gut in die Partie reinfanden, zwischen den Minuten 15 und 25 ihre beste Phase hatten und bis zum 28:29 in der Schlussphase nur mit einem Tor zurücklagen.
Mit Unterstützung des gut aufgelegten Schlussmanns Thorsten Schaust gestalteten die Gäste das Spiel lange Zeit offen und kamen daher durchaus für Zählbares infrage. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Ausschlag gaben. Zum einen war es Christian Kühn, der mit seiner individuellen Klasse das Spiel mit entschied. Er und seine Bendorfer Kollegen zogen der HSG bei ihren Angriffsbemühungen zudem mit „teilweise übertriebener Härte“, so Schmidt, den Zahn. Hinzu kam eine Manndeckung gegen Torjäger Felix Manns, unter der das Angriffsspiel der Gäste erheblich litt. Dass seine Mannschaft dagegen kaum eine Lösung fand, nahm Schmidt indes auf seine eigene Kappe. „Das hatten wir zwar besprochen, aber nicht intensiv trainiert“, so der HSG-Coach, dessen Team dennoch immerhin auf 30 Tore kam.
Dass die schließlich nicht zum dritten Sieg nach Gang oder zumindest zu einem Punkt reichten, machte Schmidt hinterher auch an fehlenden Alternativen fest. Musste er ohnehin bereits auf Christian Klapthor, Alexander Ulges, Adrian Szary und Martin Baldus verzichten, so kamen auch Mathias Baldus und Paul Junker im zweiten Abschnitt wegen Blessuren nur noch sporadisch zum Einsatz. Vielleicht ließen die „verbliebenen“ HSG-Akteure auch deshalb sowohl im Angriff als auch in der Abwehr die letzte Konsequenz vermissen. „Das Ergebnis ist sicherlich zu hoch ausgefallen“, spielte Schmidt auf die letzten drei Gegentreffer an, die sein Team in den letzten zwei Minuten kassierte und die das Ergebnis am Ende erst deutlich werden ließen. Und dennoch: „Man muss ganz klar sagen, dass wir das Spiel aufgrund der zweiten Halbzeit verdient verloren haben“, fasste Schmidt zusammen. (WZ v. 15.02.16; Andreas Hundhammer)
HSG Bad Ems/Bannberscheid: Thorsten Schaust, Caspar Sorger – Max Baldus (8/4), Frank Schaust (1), Fabian Hering (4), Michael Schmitz (3), Paul Junker (5), Johannes Berges, Tim Cziesla (2), Sebastian Heinz, Felix Manns (4), Mathias Baldus (3), Sven Boinski und Max Wolf. – Zeitstrafen: 3:5. – Siebenmeter: 8/5:5/4. – Spielfilm: 3:4, 7:6, 11:8, 11:12, 14:14 – 15:16, 20:19, 21:23, 25:26, 28:26, 29:28, 31:28, 32:30, 35:30.










