Heimsieg wird erst nach Donnerwetter eingefahren / WIRGES. Die Bannberscheider Verbandsliga-Handballer brauchten nach der Weihnachts-Punktspielpause eine recht lange Anlaufzeit, bevor sie den Tabellenvorletzten TVfL Sinzig/Remagen mit 35:28 (17:16) bezwungen hatten. „Mit der Leistung in der ersten Halbzeit war ich völlig unzufrieden“, sagte TuS-Trainer Hansi Schmidt. Eine löchrige Bannberscheider Deckung und viele individuelle Fehler der Westerwälder ermöglichten es den Gästen vom Rhein, die Begegnung sehr lange offen zu gestalten und zwischenzeitlich sogar einmal mit 9:8 in Führung zu gehen. Zwar ließ Schmidt ohne die beiden Linkshänder Pascal Schardt (angeschlagen) und Martin Baldus (grippegeschwächt) beginnen, doch damit allein war die schwache Darbietung in der ersten Halbzeit nicht zu erklären.
Nach einer kleinen Steigerung und einer 16:13-Führung ging es mit einem hauchdünnen 17:16-Vorsprung in die Kabine, wo ein Donnerwetter auf die TuS-Spieler wartete. Schmidt forderte jeden Einzelnen auf, 30 Prozent mehr aus sich herauszuholen. Die spielerisch überlegenen Bannberscheider taten sich aber weiterhin recht schwer. Es war ein zähes Unterfangen, bis gegen die kampfstarken Gäste Mitte der zweiten Halbzeit endlich beim 25:21 eine halbwegs beruhigende Führung erreicht war. Über 28:24 und 32:27 ging es zum letztlich doch noch recht klaren 35:28-Endstand. „Vieles lief bei uns nach der Punktspielpause noch nicht reibungslos zusammen“, bilanzierte Hansi Schmidt. „In der kommenden Woche muss im Heimspiel gegen Mendig eine Leistungssteigerung her. Die Einstellung muss dann von Beginn an besser sein. Ich hatte den Eindruck, dass einige Spieler den Tabellenvorletzten ein wenig unterschätzt hatten.“ (WZ/19.01.15; gh)
TuS Bannberscheid: Rene Freisberg, Karl-Heinz Sabel, Max Weidenfeller – Max Baldus (3), Nils Becker (9), Martin Baldus (1), Christian Klapthor (5), Felix Manns (6), Pascal Schardt (2), Andreas Schmidt (2), Eike Weinberg (1), Michael Schmitz (1), Fabian Hering (2) und Adrian Szary (3).










