Unglückliche Niederlage für HSG III – Kleinigkeiten entscheiden Auftaktspiel in Bassenheim – Am ersten Spieltag in der Handball-Landesliga ging es für die dritte Garde der HSG Bad Ems/ Bannberscheid zum TV Bassenheim II. Nachdem die Gastgeber einige ihrer Leistungsträger aus den letzten Jahren an die erste Mannschaft abgeben mussten, war man auf Seiten der HSG gespannt, mit wem man es in der Karmelenberghalle zu tun bekommt.
Den Start in die Partie verschliefen die Kombinierten von der Lahn und aus dem Westerwald völlig, und sahen sich schnell mit 0:3 (6.) im Rückstand. Dann endlich fingen auch die Gäste an, Handball zu spielen: Über 4:2 (9.) für den TV kam man heran, ehe Sebastian Heinz die Partie im Alleingang mit drei Treffern in Folge zum 5:4 (12.) für die HSG drehte. In der Folge stand die HSG-Abwehr sicher und ließ kaum noch Gegentreffer zu. Im Angriff war es immer wieder Sebastian Heinz, der die Bassenheimer zur Verzweiflung brachte und alleine 8 seiner am Ende 11 Treffer vor dem Pausenpfiff erzielte. Mit einer 2-Tore-Führung (12:10) für die Kombinierten ging es in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff des Spiels verlor die Gästeabwehr zunächst den Zugriff und ließ die Rückraumspieler des TVB, allen voran den 8-fachen Torschützen Lukas Müller, zu oft unbedrängt abschließen. Beim Stand von 17:15 (44.) für den TV nahm HSG-Trainer Gerson Eckhardt die nötige Auszeit. Die Umstellungen blieben jedoch vorerst ohne Wirkung, und mit dem Treffer zum 21:17 (50.) durch den Ex-Bannberscheider Markus Oster sahen die Gäste die Felle bereits davon schwimmen. Doch in den letzten zehn Minuten zeigten die Kombinierten das Gesicht, das ihnen bereits in der abgelaufenen Spielzeit einiges an Punkten einbrachte: Über schnelle Gegenstöße, eingeleitet durch Routinier Marco Krätz im HSG-Tor, kämpfte man sich auf zwei Treffer heran (22:20; 54.). In den letzten Minuten des Spiels entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, an dessen Ende die Gastgeber mit 25:23 hauchdünn die Nase vorne hatten.
„Nach dem verschlafenen Beginn haben wir im Angriff klar und in der Deckung konsequent agiert, und folgerichtig zur Pause in Front gelegen. Leider machten wir den Gastgebern am Anfang des zweiten Durchgangs das Torewerfen zu leicht, sodass wir einem Rückstand hinterher laufen mussten“, analysierte HSG-Coach Gerson Eckhardt nach der Partie. „Dass es am Ende nicht zu Zählbarem reichte, lag an Kleinigkeiten und dem berühmten Quäntchen Glück, dessen es in solch engen Spielen, gerade auswärts, bedarf“, führte Spielertrainer Dario Lehmler weiter aus und spielte damit unter Anderem auf den ein oder anderen Wurf ans Aluminium an. „Dennoch können wir mit der Leistung heute zufrieden sein; wir haben uns als Team präsentiert und eine gute Stimmung in der Mannschaft gehabt. Darauf lässt sich für die kommenden Aufgaben aufbauen“, sieht Eckhardt die dritte Welle der HSG gut gerüstet und hatte noch ein Sonderlob parat: „Elias Wohkittel hat heute sein erstes Seniorenspiel gemacht und eine couragierte Vorstellung abgeliefert, die mit dem ersten Tor im Herrenbereich belohnt wurde.“ (dl/rh)
HSG Bad Ems/Bannberscheid III: Marco Krätz, Matthias Berges – Daniel Gramig, Elias Wohkittel (1), Christian Hehl, Sebastian Heinz (11/5), Michael Hehl (1), Dario Lehmler (4), Tom Bader (3), Kai Wallroth (3) und Rene Freisberg. – Zeitstrafen: 2 : 2 – Siebenmeter: 4/4 : 7/5 – Spielfilm: 3:0, 4:2, 4:5, 6:10, 10:12 – 12:12, 15:15, 17:15, 21:17, 22:20, 25:23.










